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Zeitlupe Rietzler

 

Andreas Herzog steht am Scheideweg seiner Trainer-Karriere

Während der Schweizer Marcel Koller am Dienstagabend in der Ukraine seinen Einstand als ÖFB-Teamchef gibt, steht ein anderer Betreuer des Verbandes am Scheideweg seiner Karriere.

Andreas Herzog muss sich - oder besser gesagt sollte sich – ernsthafte Gedanken über seine Zukunft als Trainer machen. Der Rekord-Internationale werkt seit 2005 beim ÖFB. Vom Team-Manager nach der Krankl-Ära über den Assistenten von Josef Hickersberger bei der Heim-EM, dem Co-Trainerjob bei Karel Brückner bis hin zum U21-Teamchef seit 2009, hat der 43-Jährige bereits sämtliche Stationen im Umfeld der Nationalmannschaft durchlaufen.

Einzig der Teamchefposten ist dem herausragenden Legionär der 1990er-Jahre (Bremen, Bayern) aufgrund des fehlenden Vertrauens der ÖFB-Funktionäre noch nie angeboten worden. Nach Meinung der Entscheidungsträger fehlt es Herzog an Erfahrung als Vereins-Trainer. Zudem sollte der ehemalige Spielmacher notwendige Resultate vorweisen.

Aktuell gestaltet sich das allerdings schwierig. Das Potential der Unter-21-Auswahl wird als sehr hoch eingeschätzt und dennoch ist die Chance, sich für die Endrunde in Israel zu qualifizieren, so gut wie dahin. Nach der 0:1-Heim-Niederlage gegen die Niederlande und dem 0:2 daheim gegen die Bulgaren ist der EM-Zug so gut wie abgefahren.

Herzog muss sich daher nach dem Rückspiel in Bulgarien am Dienstag überlegen, ob er eine weitere Qualifikation mit der U21-Auswahl bestreiten will, oder den Weg seiner ehemaligen Teamkollegen Peter Schöttel, Peter Stöger, Didi Kühbauer oder Walter Kogler gehen möchte und sich in der Bundesliga als Trainer etabliert.

Objektiv betrachtet ist dies wohl die bessere Lösung, um irgendwann vielleicht die Nachfolge von Marcel Koller als Teamchef anzutreten.

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