Ein Fehlstart sieht anders aus

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Die Schweeeeden sind ein ganz harter Brocken! Was ORF-Kommentator Hans Huber bereits 1997 kultig erkannte, trifft auch 17 Jahre später den Nagel auf den Kopf.

Damals sorgte eine Rückkoppelung in Hubers Ohr für ein legendäres TV-Hoppala, beim EM-Quali-Auftakt 2014 streikten Server und Datenverbindung auf der Pressetribüne.

Davon unberührt versuchte die ÖFB-Auswahl dem Spiel gegen die Skandinavier von Anpfiff weg den Stempel aufzudrücken. Österreich ging rasch in Führung, kassierte aber ebenso schnell den Ausgleich.

Eine bittere Punkteteilung und ein Vorgeschmack auf eine ausgeglichene Gruppe, in der sich Österreich auf enge Partien einstellen muss. Das Nationalteam dominierte das Match über weite Strecken, hatte die größeren Spielanteile und mit David Alaba den überragenden Mann am Feld.

Der Bayern-Legionär war Denker, Lenker und Torschütze. Alaba war Opfer, als er den Ellenbogen von Ibrahimovic ins Gesicht bekam (klare rote Karte!), und er fungierte als Antreiber, nachdem die Unterstützung von den Rängen nachließ.

Der 21-jährige Publikumsliebling gestaltete das Spiel, war vorne wie hinten zu finden, er führte bei Standardsituationen Regie und versuchte bis zum Abpfiff, die drei Punkte doch noch zu erobern. Schweden war ein harter Brocken, stand tief, machte die Räume eng und verteidigte geschickt.

Der aufwendige Spielstil der Österreicher mit viel Laufarbeit, aggressivem Pressing und großem Einsatz ist nicht belohnt worden. Ein Fehlstart sieht allerdings anders aus. Der Weg zur EURO 2016 in Frankreich wird aufreibend und beschwerlich.

Kollers Truppe hat den Kampf um das EM-Ticket angenommen und muss die zwei verlorenen Punkte nun in der Fremde zurückerobern. Am besten bereits in einem Monat mit einem Sieg in Moldawien.

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