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Zeitlupe Rietzler

 

Holt Olympia 2024 nach Wien!

Die Aufarbeitung der Olympia-Pleite von London hat begonnen. Wie nicht anders zu erwarten, melden sich nahezu stündlich diverse Politiker via Agentur und Presseaussendung zu Wort.

Dabei wird man den Eindruck nicht los, dass sie - wie bereits nach den Spielen in Sydney, Athen oder Peking - ihre immer gleichen Konzept-Papierlein aus der Schublade holen, um diese spätestens in zwei, drei Wochen dort wieder abzulegen.

Der Präsident der Österreichischen Bundessportorganisation (BSO), Peter Wittmann, überrascht heute mit der Forderung einer täglichen Bewegungsstunde für Kinder. Was für eine neue und glorreiche Idee!

Lösungsvorschläge, oder Ansätze dafür, völlig neue Initiativen ins Leben zu rufen, gibt es weit und breit keine. Warum fordert eigentlich kein einziger Politiker oder Funktionär Olympische Sommerspiele für Wien? Das wäre doch was!

Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. Prater und Donauinsel eignen sich perfekt für einen Olympia-Park. Eine Bewerbung für die Spiele würde bedeuten, dass das ganze Land seine Kräfte in Sachen Sport bündeln müsste. Im Zuge dessen würde sich sehr schnell zeigen, wo die faulen Äpfel im heimischen System liegen.

Kleinmutige Politiker, die nach jeder Niederlage ausschließlich gescheite Presseaussendungen verfassen, hätten ausgedient. Visionäre und Persönlichkeiten mit Zielen und Idealen wären gefragt.

So ein Megaprojekt, mit der nötigen Nachhaltigkeit geplant, würde Österreichs Sport-, Politik- und Funktionärs-Landschaft wohl von Grund auf verändern. Alleine deshalb darf der Traum von Sommerspielen keine Utopie bleiben. Wien muss sich für Olympia 2024 bewerben!

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