Warum Austria auch ein Meister der Herzen ist

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"Oh, wie ist das schön"!

Die Freudengesänge des Austria-Anhangs und der Jubel der Meistertruppe kannten keine Grenzen. Die Euphorie und Begeisterung der Violetten zeigen eindrucksvoll, wie fokussiert der ganze Verein auf das große Saisonziel hingearbeitet hat.

Die verdiente Krönung der Rekord-Saison ist eine Folge der großen Harmonie innerhalb des Vereins. Zumindest im Finish der Punktejagd. Vom Präsidenten bis hin zum Zeugwart, vom Tormanntrainer bis zu jenen Kader-Spielern, die es nur zu wenigen Einsatzminuten brachten, greift bei der Austria seit Wochen ein Rad ins andere.

Dabei hatte die Saison durchaus kritische Momente zu bieten, standen die Fans nicht immer bedingungslos hinter ihrem Verein und auch der Druck auf die Spieler ließ zeitenweise vermuten, dass der Erfolgs-Lauf der Austria zu reißen drohte. Nach dem 0:4 im Heimspiel gegen Aufsteiger Wolfsberg witterte der regierende Meister aus Salzburg Morgenluft und die Kritiker raunzten das Ende der Titelträume herbei.

Nicht so Cheftrainer Peter Stöger, der sich klar vor die Truppe stellte und mit dem Satz, "Lieber verliere ich einmal 0:4 als viermal mit 0:1!", seine Burschen bei der Ehre packte. Beeindruckend, wie Stöger als violetter "Abteilungsleiter" seine Assistenten auf den Titel einschwor.

Das Team rund um die Meisterelf hat ganze Arbeit geleistet und so war es nur logisch, dass Stögers Rede bei der Tellerübergabe in einer Dankeshymne auf seinen Mitarbeiterstab mündete.

Demut ist die neue Stärke des verdienten Meisters und damit hebt sich die Austria wohlwollend von der sportlichen Leitung in Salzburg ab, wo man zu Beginn der Saison noch hören musste, dass der Gewinn des Doubles keine große Kunst gewesen wäre und es in einer Liga wie der österreichischen für Salzburg normal sei, Titel einzufahren.

Während bei Ralf Rangnick der Hochmut vor dem Fall kam, ist der Austria zu einer atemberaubenden Saison mit vielen Highlights zu gratulieren. Und ich bin sicher, dass die Verantwortlichen in Wien-Favoriten nach dem möglichen Double-Gewinn nächste Woche anders reagieren werden, als vor einem Jahr die Sieger in Wals-Siezenheim.

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