Ein Vorbild an Fairness, Fitness und Freundschaft

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Mit Benjamin Raich verlässt einer der Top-5-Athleten Österreichs die internationale Bühne des Sports. David Alaba, Marcel Hirscher, Anna Fenninger, vielleicht noch nach Weltrangliste und Preisgeld Dominic Thiem und Bernd Wiesberger

Nicht zu spät, aber auch keinen Schwung zu früh. Benni Raich ist 37 Jahre alt und erwartet im Oktober Nachwuchs. Der Pitztaler hat quasi rechtzeitig den Absprung vom Spitzensport geschafft. Er fühlt sich „körperlich besser beieinander denn je“, kann gesund und frohen Mutes den Rennsport verlassen.

Raich legte innerhalb des ÖSV eine einmalige Karriere hin. Gesamtweltcupsieger, Weltmeister und Olympisches Gold. Er hat alles erreicht, was ein Alpin-Star im Land der Skifahrer erreichen kann. Raich reiht sich in eine Reihe mit Sailer, Schranz, Klammer, Maier und Eberharter ein.

Benni war ein Muster an Konstanz, Loyalität und Treue. Dreißig Jahre Atomic, zwanzig Jahre Weltcup, zehn Jahre Uniqua. Keine Skandale, keine Streitereien, keine Star-Allüren. Harmonie, wohin man schaut. Raich war nie ein Feierbiest. Raich suchte nie Ausreden. Raich galt als ein Vorbild an Fairness, Fitness und Freundschaft im Ski-Zirkus.

Der Tiroler siegte Ende der 90er-Jahre auf 2,05 m langen Slalom-Skiern ohne Taillierung und holte im Vorjahr auf kurzen, aggressiven Carvern seine letzten Erfolgen. Raich ist authentisch, bodenständig und ein Familienmensch. Und weil für ihn die Familie alles ist (Vater Alois war sein Manager, Bruder Florian sein Trainer, Schwester Carina ebenfalls im Rennsport tätig) hat er im Frühjahr seine Marlies geheiratet und erwartet im Herbst mit ihr ein Kind.

Für einen wie Benni der ideale Zeitpunkt, um einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Danke Benni, Gratulation zu einer großen Karriere!

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