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Zeitlupe Rietzler

 

Zwei Sechser ohne echte Arbeit

Nach drei Test-Niederlagen in Serie darf sich die Slowakei wieder einmal über einen freundschaftlichen Sieg freuen.

Nach dem 2:3 gegen Bosnien-Herzegowina und dem 1:2 gegen Dänemark in den Heimspielen sowie einem blamablen 1:2 in Luxemburg muss sich der 2:1-Erfolg in Klagenfurt für den östlichen Nachbar richtig gut anfühlen.

Auch wenn es sich aus österreichischer Sicht um ein gefühltes Unentschieden handelte, da Österreich die besseren Chancen vorfand und der Treffer zum 2:0 einem Abseits entsprang.

Die Slowakei unterstrich in mehrfacher Hinsicht, warum sie zuletzt bei der WM 2010 in Südafrika mitspielte, die Nummer 29 der Welt ist und noch alle Chancen in Händen hält, die EM-Qualifikation zu meistern.

Die Slowaken waren in ihrer Spielanlage weit flexibler und im Abschluss glücklicher. Teamchef Vladimir Weiss nahm das Spiel beim Namen und veranstaltete einen echten Testlauf. Die System-Umstellungen beim Gegner erfolgten quasi im 20-Minuten-Takt, die Maßnahmen der Österreicher (zwei Sechser ohne echte Arbeit) wurden von der Slowakei mit dem Spiel über die Flügel ausgehebelt.

Als Constantini darauf reagierte, fand sein Gegenüber erneut ein besseres Rezept. Dazu kam, dass die Slowaken im Spielaufbau sicherer und in den Kombinationen gefestigter wirkten.

Beim ÖFB-Team war festzustellen, dass sich David Alaba im letzten Jahr in Deutschland hervorragend entwickelt hat, dass Martin Harnik aktuell über eine beneidenswerte Form verfügt, dass Jimmy Hoffer in Klagenfurt weiter trifft und die ÖFB-Auswahl aktuell über mehr Potenzial verfügt, als das gegen die Slowakei zu sehen war.

Bleibt zu hoffen, dass wir in drei Wochen nach dem EM-Qualifikationsspiel in Deutschland das Gegenteil behaupten können.

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