Dezember-Runden in die Sommerpause verlegen!

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Der ÖFB und die Bundesliga – das hat die aktuelle Diskussion über die Ligaformate gezeigt – sind alles andere als reformfreudig. Dafür fehlt es den Herren im heimischen Fußball-Olymp zum Teil der notwendige Weitblick.

Ein Blick auf die Spieltermine im Dezember 2013 sagt mehr als tausend Worte. Wie kann die Liga angesichts des hierzulande herrschenden Klimas und der nicht vorhandenen Infrastruktur in den meisten Stadien zwischen dem 1. und 18. Dezember gleich fünf (!) Meisterschaftsrunden ansetzen? Zuschauer-Minusrekorde und diverse Absagen sind mit einer derart sorglosen Terminplanung vorprogrammiert.

Meine Herren, wie wäre es denn wieder einmal mit einer Diskussion über eine Meisterschaft, die sich an den Jahreskalender anlehnt, sprich Start der Punktejagd im März und Titelentscheidung im November?

In Deutschland wird dieses Thema aktuell jedenfalls offen diskutiert. Zum einen, weil immer mehr darauf hindeutet, dass die FIFA Weltmeisterschaft 2022 in Katar im Jänner stattfinden wird und die Deutschen deswegen ihren Meisterschafts-Rhythmus umstellen wollen. Zum anderen erkennen von Bayerns Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge abwärts immer mehr Funktionäre, dass es Schwachsinn bedeutet, von Ende Mai bis Anfang August nicht dem Fußball nachzujagen, wenn die besten Bedingungen dafür herrschen.

Auch in Österreich herrschen im Sommer die besten Bedingungen. Im Juni und Juli fällt den Fans ein Besuch der komfort- und schmucklosen Stadien sicher leichter als im Dezember oder Februar. Höchste Zeit, dass sich ÖFB und Liga über dieses Thema endlich ernsthaft den Kopf zerbrechen.

Deutschland jedenfalls plädiert für mehr Fußball im Sommer, für Österreich wäre es ein Segen. Doch hierzulande ticken die Uhren bekanntlich völlig anders. Wahrscheinlicher als eine sinnvolle Diskussion über das Thema ist wohl eher die Ansetzung einer Runde zu Silvester und Neujahr!

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