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Zeitlupe Rietzler

 

Viele Gründe führen zum "Nuller" in London

Österreichs Medaillen-Nullnummer, und dabei wird es ja bleiben, ist nicht mit einem Satz zu begründen. 

Mit einem durchaus berechtigen Achselzucken unter dem Motto „Wir sind einfach nicht besser“ darf sich niemand zufrieden geben. 

Dass das „System“ völlig falsch ist, sich Österreich den Luxus diverser Dachverbände und höchster Sportobrigkeiten leistet, ist zum Haare raufen, hat aber „System“ und ist seit 30 Jahren nicht zu ändern. Wohl nur die politischen Parteien wissen, warum jede Coleur einen Dachverband mit gesamter Führungsriege braucht. Ein Schelm, der Böses denkt. Ein praktisches Umfeld, um Parteifreunde in Jobs unterzubringen? Illegale Parteienfinanzierung?

Natürlich stehen auch die Sportler selbst in der Pflicht. Werden sie durch das bestehende System verhätschelt? Wird letztlich zu viel Breite und zu wenig Spitze produziert, um im Kampf um die Medaillen mehr als nur Zuschauer zu sein?

Woran Österreich aber immer wieder scheitert (siehe Fußball), ist die zu hohe Erwartungshaltung, die sich aufbaut.

Bei einem Blick auf die „Medaillenbank“ Viktoria Schwarz und Yvonne Schuring sollte die Öffentlichkeit und auch wir Medien nicht vergessen, dass sie bei  ihren letzten beiden Einsätzen vor den Olympischen Spielen beim Weltcup in Duisburg und der EM in Zagreb nicht über Rang fünf hinauskamen.

Letztlich konnte das Duo beim Olympia-Einsatz seine Leistungs-Stärke abrufen – die reichte eben „nur“ zu Rang 5.

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