Maierhofer bleibt weiter laut, provokant und selbstbewusst

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Acht Tage hat es nur gedauert, bis die Fans hierzulande über den ersten echten Aufreger im neuen Fußball-Jahr diskutieren durften.

Stefan Maierhofers Abgang bei Meister Red Bull Salzburg und sein Interview bei LAOLA1.at entsprechen ganz dem Naturell des Stürmer-Riesen. Laut, provokant, selbstbewusst.

Maierhofer, nun auch offiziell Kölner, ist kein angepasster Spieler, der seinen Vertrag auflöst und dann stillschweigend ein Haus weiterzieht. Der "Lange" trägt sein Herz auf der Zunge. Maierhofers Selbstvertrauen übersteigt seine Körpergröße, der Angreifer meidet die Defensive und geht - im wahrsten Sinn des Wortes - eher dorthin, wo es weh tut!

Seine Karriere – vom Küchenlehrling mit 23 Jahren zum Fußball-Profi – verdient Anerkennung. Per E-Mail bewarb sich der damals gar nicht mehr so junge Mann einst bei den Bayern und kam beim deutschen Rekordmeister auch tatsächlich zum Einsatz. Er war ein gefeierter Torjäger in der zweiten deutschen Liga und in Österreich Meister, Cupsieger und Torschützenkönig.

Auch in der englischen Premier League hinterließ er seine Spuren. In der Championship trat er nicht nur als Torjäger in Aktion, sondern stand nach einem Ausschluss des Bristol-Goalies auch kurzfristig mit den Handschuhen zwischen den Pfosten. Maierhofer hat in sieben Jahren eine Karriere hingelegt, von der manche heimische Profis nur träumen können.

Er hat alles aus sich herausgeholt und fast nichts ausgelassen. Er gilt als Kämpfer vor dem Herren mit einem eingebauten Torriecher. Er provoziert, ist selbstverliebt und ein Alpha-Tier.

Der "Lange" wird nun in der Rhein-Metropole für kurzweilige Zeiten sorgen. Maierhofer ist bestimmt eine Bereicherung für die Medienlandschaft in der Domstadt, den Karneval und den Kultklub.

Wer weiß, um uns an die guten alten Zeiten des Toni Polster in Köln zu erinnern, vielleicht feiern dann ja auch die Thekenschlampen mit ihrem "Major" ein Comeback …

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