Alle schuldig - alle raus!

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Was muss noch passieren, damit bei Rapid endlich etwas passiert?

Neun Runden lang ohne einen Sieg zu bleiben, ist eines Rekordmeisters unwürdig. Und dennoch appellieren alle Beteiligten gebetsmühlenartig, Ruhe zu bewahren.

Trainer Peter Schöttels Vertrag ist im Winter vorzeitig verlängert worden und erweist sich jetzt vielleicht als Hemmschuh, die sportliche Leitung auszutauschen. Der Deutsche Helmut Schulte gibt seit kurz vor Weihnachten den Sportdirektor und kennt das Gefühl eines Rapid-Sieges bisher nur vom Hörensagen.

Der 55-Jährige, der sich seit Monaten versucht einzuleben und sich eigentlich um die Zukunft der Mannschaft kümmern sollte, muss aktuell mehr Baustellen bearbeiten als ihm lieb ist. Verwunderlich ist auch, dass Schulte nur einen Vertrag bis Dezember 2013 erhalten hat und somit ebenfalls am Schleuderstuhl sitzt.

Neben der sportlichen Misere spitzen sich in Hütteldorf auch die Diskussion rund um den Stadion-Neubau oder -Umbau zu. Und zu allem Überdruss kündigt sich im Vorfeld der kommenden Heimspiele gegen Wr. Neustadt in der Meisterschaft und Pasching im Cup wieder einmal ein größerer Fan-Protest an.

In Innsbruck erfolgte dieser noch auf leise und besonnene Art. Die mitgereisten Anhänger verweigerten der Mannschaft ihre Unterstützung und erklärten via Transparent im Gästesektor: "Bis auf weiteres geschlossen: Alle schuldig – alle raus!"

Ab sofort muss von den Rängen wieder mit lautstarker Kritik gerechnet werden. Wer dabei das Fett abbekommt, ist hinlänglich bekannt.

Die Verantwortlichen beim Traditionsverein müssen sich nach dem rauen Winter jedenfalls auf zwei weitere Wochen Eiszeit einstellen und es ist fraglich, ob dabei zwei Siege der Grün-Weißen die Kluft zwischen Fans und dem Verein noch kitten können.

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