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Zeitlupe Rietzler

 

ÖFB-Spitze muss handeln - besser heute als morgen

Aus, vorbei! Mit der Nullnummer gegen die Türkei hat Österreich auch die allerletzte Mini-Chance auf die EM-Teilnahme 2012 verspielt. Jetzt bleibt Constantinis Truppe in den beiden ausstehenden Partien in Aserbaidschan und Kasachstan einzig die Verteidigung des vierten Tabellenplatzes.

Auf den ÖFB kommt die Aufgabe zu, die Arbeit des Tirolers zu beurteilen und in der Teamchef-Frage schleunigst eine Entscheidung zu treffen. Eher heute als morgen. Wer das 0:0 gegen die Türken positiv sehen will, der wird darauf verweisen, dass die ÖFB-Auswahl erstmals seit dem 8. Oktober des Vorjahres (3:0 gegen Aserbaidschan) ohne Gegentreffer blieb.

Wer die Leistung kritisiert, der wird bemängeln, dass die Nationalmannschaft nach Seitenwechsel nicht bedingungslos auf Sieg gespielt hat. Wie soll sie das, wenn es dem Team an Selbstvertrauen mangelt und sechs Bummerl aus Gelsenkirchen in den Köpfen der Spieler herumgeistern. Alle haben gewusst, dass nur ein klarer Erfolg gegen die Türkei die EM-Chance weiter am Leben erhält. Vom Siegeswillen der Österreicher war nach durchaus ansprechenden ersten 45 Minuten nach Seitenwechsel nicht mehr viel zu sehen.

Andererseits, wer sich daran erinnert wie die ÖFB-Elf noch am Freitag in Deutschland wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen über den Platz torkelte, der muss der Truppe zu Gute halten, dass zumindest die Ordnung im Spiel wiedergefunden wurde. Die taktische Disziplin war vorhanden. Ob das konsequente Stellungsspiel und die bessere Raumaufteilung im Zusammenhang mit dem neuen Co-Trainer Willi Ruttensteiner stehen, sei dahingestellt und muss von der ÖFB-Spitze beantwortet werden.

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