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Zeitlupe Rietzler

 

Tohuwabohu um Jung-Kapitän unterstreicht Salzburger Chaos

Dose leer, oder was? Bei Titelfavorit Red Bull Salzburg liegen nach der Heim-Pleite gegen Mattersburg wieder einmal die Nerven blank. Trainer Ricardo Moniz ist mehr als angezählt.

Die Ergebnisse im Nachtragsspiel in Innsbruck (Mittwoch) und beim Heimspiel gegen Rapid (Samstag) werden angeblich über die Zukunft des Niederländers entscheiden.

Fix ist, dass Martin Hinteregger in Innsbruck nicht im Kader steht. Auf der Vereins-Homepage vermeldet Red Bull Salzburg, dass der 19-Jährige aus disziplinären Gründen die Reise nach Tirol nicht mitmachen wird. Na bumm!

Ausgerechnet jener Youngster, den Moniz zuletzt als Kapitän bestimmt hat, fliegt jetzt aus dem Kader. Vor zehn Tagen ist der Argentinier Zarate zu den Juniors verbannt worden, der allerdings ist jetzt wieder begnadigt. Klingt alles sehr nach Chaos und Ratlosigkeit.

Aber, wen wundert’s. Nach drei Heimspielen stehen 0:5 Tore und ein mickriges Pünktchen zu Buche. Von einer Hierarchie innerhalb der Mannschaft ist Salzburg so weit entfernt, wie Kapfenberg vom Europacup. Ein kontinuierlicher Aufbau ist weiter nicht erkennbar.

Dass ausgerechnet Talent Hinteregger die Kapitänsschleife umgebunden bekam, hat nicht nur in Salzburg für Kopfschütteln gesorgt. Dass der Youngster aber nach wenigen Spielen als „Häuptling“ aus dem Kader fliegt, unterstreicht das Tohuwabohu beim Ligakrösus und zeigt einmal mehr, dass es an Führungsspielern mangelt.

Unter Moniz präsentiert sich die Truppe wie ein Haufen "Indianer" von denen keiner das Zepter in die Hand nehmen will oder kann. Eine Konstellation, die zum Scheitern verurteilt ist, auch wenn die Ligakonkurrenten alles "unternehmen", damit Salzburg, trotz der miserablen Leistungen, weiter im Titelrennen bleibt.

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