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Zeitlupe Rietzler

 

Verfrühter Weihnachtsfriede unter den Liga-Teams? 

Auch dank LAOLA1.tv sind im Internet-Zeitalter Hoppalas aller Art der Renner. Mit Hamdi Salihi (Großchance in Kapfenberg) und Stefan Maierhofer (Hundertprozentige in Wr. Neustadt) schafften am Wochenende auch zwei Stürmer der heimischen Bundesliga die Aufnahme in die Liste der sehenswerten Pannen.

Wie die vermeintlichen Goalgetter die „Mutter aller Torchancen“ vernebelten, grenzt an Unvermögen und sorgt allerorts für Kopfschütteln. Wer aus einem Meter Entfernung das leere Tor nicht trifft, der darf sich nicht wundern, dass Österreichs Liga von einem Negativ-Rekord zum nächsten eilt.

Lediglich drei Tore in fünf Spielen ist eine fragwürdige Premiere in 100 Jahren Fußball-Meisterschaft in Österreich. 23.400 Zuschauer in den Stadien bedeuten den schwächsten Besuch der laufenden Saison und, dass nach 17 Runden gleich vier Mannschaften mit 28 Punkten an der Tabellenspitze liegen, ist außer spannend nur spannend.

Es spricht jedenfalls nicht für die auf Grund der vorhandenen Budgets und des aktuellen Spielermaterials herrschende Hierarchie in der Zehnerliga.

Mag sein, dass die Profis bereits dabei sind, ihre Weihnachtsgeschenke zu ordern und sich im Advent besonders brüderlich zeigen. Aber, wenn elf der bisher 85 gespielten Partien mit 0:0 enden und ein 1:1-Unentschieden (15 Mal) als häufigstes Resultat ausgewiesen wird, dann lässt der eine oder andere Spieler unbestritten jenen Siegeswillen vermissen, der gute Fußballteams einfach auszeichnet. Oder besser gesagt auszeichnen sollte.

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