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Zeitlupe Rietzler

 

Sturm, Meister der Effizienz

Das nenne ich Effektivität. Sturm Graz erweist sich 2011 als wahrer Meister, der mit minimalem Aufwand maximale Erfolge erzielt.

Die Art und Weise wie sich die Steirer im Frühjahr den Meisterteller geangelt haben, verdient Respekt. Sturm war sicher nicht das beste Team der Liga, dafür aber ein Meister der Effizienz. Auch in der Champions League Qualifikation haben die „Blackies“ bisher Nichts anbrennen lassen. Sowohl gegen den ungarischen Meister als auch gegen den Titelträger aus Georgien waren die Grazer nicht unbedingt das stärkere Team und haben sich dennoch durchgesetzt.

Die neue Klubführung mag für Außenstehende in vielen Belangen wie ein Sparverein handeln und macht bisher trotzdem (fast) alles richtig. Geld wird nur in die Hand genommen, wenn es auch tatsächlich vorhanden ist. Kritiker werfen der Sturm-Führung deswegen Kleinmut vor. Angesichts der übertriebenen Großmannsucht eines ehemaligen Präsidenten ist die aktuell gebotene Vorsicht allerdings verständlich.

Mit dem Erreichen der Europacup-Gruppenphase (zumindest in der Europa League gesichert) wandert frisches Kapital auf das Sturm-Konto. Das gilt es nun vernünftig zu investieren.

Im zentralen Mittelfeld besteht Handlungsbedarf. Auch, weil sich Neuzugang Matthias Koch schwer an der Schulter verletzt hat und Trainersohn Sandro Foda der Oberschenkel zwickt.

Der sportlichen Führung ist in der Transferpolitik jedenfalls ähnlich viel Spielglück zu wünschen, wie das die Mannschaft bisher bei den internationalen Auftritten gehabt hat.

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