Die Gier nach der NBA bleibt ungesättigt

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Jakob Pöltl bleibt also zumindest noch ein zweites Jahr am College in Utah. Der 19-jährige Wiener wäre in der ersten Runde ausgewählt worden, hätte er sich schon heuer für den NBA-Draft angemeldet.

Er hätte sich somit aller Wahrscheinlichkeit nach zum ersten Österreicher in der besten Basketball-Liga der Welt gemacht, Geschichte geschrieben und wäre finanziell für lange Zeit abgesichert gewesen. Die verständliche „Gier“ der Öffentlichkeit nach dem ersten NBA-Österreicher bleibt aber vorerst ungesättigt.

Wer Jakob Pöltl näher kennt, wurde von seiner Entscheidung nicht überrascht. Der 2,13 m große Hüne ist wohl einer der wenigen, die selbst bei einem Lockruf aus der NBA die Ruhe bewahren können und emotional von den drei großen Buchstaben nicht übermannt werden.

„Egal, wohin in der NBA ich auch heuer schon gehen würde, ich würde mich schon zurechtfinden“, bewies er im LAOLA1-Interview vor einigen Wochen durchaus Selbstvertrauen.

Jedoch hat er Vor- und Nachteile eines Wechsels in Ruhe betrachtet und die Entscheidung getroffen, die ihm sein Bauchgefühl nahegelegt hat.

Das Vertrauen darin, die beste Wahl für seine sportliche und persönliche Entwicklung getroffen zu haben, stand im Mittelpunkt. Nicht, den Punkt „ich bin NBA-Spieler“ so schnell wie möglich abzuhaken und sich die US-Dollar so schnell wie möglich zu sichern. So tickt Jakob Pöltl.

Deswegen war er jeder neuen Aufgabe, der er sich gestellt hat, nicht nur gewachsen – er hat die Erwartungen übertroffen und brilliert. Und deswegen darf Österreich auch weiterhin hoffen, nicht nur bald einen Spieler zu haben, der in einem NBA-Kader aufscheint, sondern einen, der in der NBA auch aufzeigen kann.


Ein Kommentar von Hubert Schmidt

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