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Zeitlupe Rauch

 

KAC nimmt den Schwung mit

Endlich ist es soweit. Nach gefühlten 10.000 Spielen in dieser Saison (tatsächlich waren es bisher „nur“ 303) steht die Final-Serie in der Erste Bank Eishockey Liga an.

Der Dominator des Grunddurchgangs, die Black Wings Linz, gegen den Rekordmeister KAC.

Ob nun die Linzer ihren zweiten oder die Klagenfurter ihren 30. Titel holen, verdient hätten es in meinen Augen beide. Die Oberösterreicher, weil sie in beeindruckender Art und Weise durch die Regular Season spaziert sind. Die Kärntner, weil die Performances gegen Medvescak Zagreb wohl zum Besten gehört, was wir in dieser Saison in der EBEL gesehen haben.

Und da sind wir schon beim Punkt: Der KAC wird aufgrund der gezeigten Leistungen im Halbfinale auch in der Final-Serie das bessere Ende für sich haben. Die „Rotjacken“ mussten körperlich an die Grenzen gehen, um den „Bären“ aus Zagreb die Stirn bieten zu können. Die Spiele wurden mit hoher Intensität geführt, echtes Playoff-Eishockey eben.

Auf der anderen Seite war Ljubljana, zugegebenermaßen auch aufgrund der Ausfälle einiger Stützen, wie Keeper Jean-Philippe Lamoureux, für die Black Wings kein Gegner. Teilweise fragte man sich, ob die Drachen, die eher an den kleinen Grisu erinnerten, als an die Kreatur, welcher Siegfried im Nibelungenlied gegenüberstand, jemals an ihre Final-Chance geglaubt haben.

Sowohl der KAC als auch die Black Wings schenken sich spielerisch und taktisch nichts. Beide verfügen über eine kompakte Abwehr, mit einem starken Keeper, der Spiele im Alleingang entscheiden kann. Davor Sturmreihen, die jederzeit für ein Tor gut sind und sich im Powerplay nicht lange bitten lassen.

Es wird ein Duell auf Augenhöhe werden, in welchem die Kleinigkeiten, wie die körperliche Präsenz, den Ausschlag geben werden und da sehe ich den KAC zum Leidwesen der Linz-Anhänger im Vorteil.

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