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Zeitlupe Rauch


Keine heimischen NHL-Stars für die EBEL

Der NHL-Lockout ist vorübergehend beschlossene Sache und lässt den Eishockey-Fan in Österreich mit einem weinenden, aber auch einem lachenden Auge zurück.  

Zum einen ist der Ausfall der stärksten Liga der Welt für alle, die diesen Sport lieben, ein komplettes Desaster. Zum anderen besteht die Hoffnung, einer der „arbeitslosen“ heimischen NHL-Cracks könnte sich nach Österreich verirren.

Dieser Hoffnung muss ein Ende gesetzt werden, denn dazu wird es kaum kommen. Thomas Pöck hat sich von Anfang an von einem Engagement in Österreich distanziert und möchte in den USA bleiben.

Bei Michael Grabner ist die Situation eine andere, jedoch würde dieser, wenn überhaupt, wohl nur für den VSV spielen. Das wird aufgrund der Versicherungssumme (35.000 Dollar pro Monat) nicht passieren. Ohne die finanzielle Stärke der einzelnen Vereine zu kennen, wage ich zu behaupten, dass wohl nur die Vienna Capitals, RB Salzburg oder der KAC die Mittel hätten, sich einen der Stars aus Übersee zu sichern.

Bleibt noch Thomas Vanek, der nun erklärt hat, in den nächsten Wochen nicht in die Alpenrepublik zu wechseln und die Verhandlung in seiner Wahlheimat zu verfolgen.

Einzig Andreas Nödl, der sich prinzipiell medienscheu gibt und sich noch nicht wirklich zum Lockout und seinen Plänen geäußert hat, wäre noch zu haben. Doch diese einzelne Personalie macht den Verlust einer gesamten NHL-Saison für den Fan dann doch nicht wett.

Unterm Strich bleiben zwei weinende Augen und die leise Hoffnung, dass es im Tarifstreit doch noch zu einer Einigung kommt.

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