Zeitlupe Rauch

 

Starkbaum muss in die Gänge kommen

Mit Österreich, Slowenien und Ungarn kämpfen bei der B-WM in Ljubljana drei Mannschaften um die zwei Plätze, welche zum Aufstieg in die A-Gruppe berechtigen. Drei Mannschaften, die den Großteil ihrer Spieler aus der Erste Bank Eishockey Liga rekrutieren.

Während der Gastgeber mit neun EBEL-Akteuren aufläuft, kommen die Magyaren schon auf deren 13. Österreich hält mit der Nominierung von Gerhard Unterluggauer bei 20 Profis, die ihr Geld in der heimischen Liga verdienen. Die EBEL boomt, zumindest bei dieser B-WM.

Die anstehenden Spiele des ÖEHV-Teams gegen Ungarn und Slowenien werden somit zum Treffen alter Bekannter. Vor allem gegen die Magyaren wird es kaum zu Überraschungen kommen. Trainer Kevin Primeau, ein Großteil der Spieler im Kader und dadurch auch zwangsläufig das Spielsystem sind mit dem des Klubs Fehervar AV19 praktisch ident.

Doch all die taktische Ausrichtung und die Tatsache, dass sich die Mannschaften aus dem Effeff kennen, ist zweitrangig, wenn Österreichs Torhüter Bernhard Starkbaum nicht adäquat performt. Der sonst so sichere Schlussmann zeigte bei dieser B-WM ungeahnte Schwächen.

Dennoch verbürgt sich Manny Viveiros für seinen Goalie. Ersatzmann Fabian Weinhandl ist trotz seiner Erfahrung bei der A-WM im letzten Jahr unerklärlicherweise nicht einmal ein Thema.

Der slowenische Torhüter Robert Kristan, der sein Geld bei Medvescak Zagreb und somit ebenfalls in der EBEL verdient, hat gegen die Ungarn mit starken Paraden und fehlerfreiem Spiel gezeigt, was ein guter Schlussmann gegen diese konterstarke Mannschaft bewirken kann.

Somit ist es völlig belanglos, ob sich Spieler und Trainer bereits aus der EBEL kennen. Schießt sich Österreich die Tore wie gegen Japan wieder selbst, wird man im Kampf um den Aufstieg sowohl Slowenien als auch Ungarn den Vortritt lassen müssen.

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