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Zeitlupe Pühringer

 

U20-WM: Bleibt auf dem Boden!

2007, Schauplatz Kanada. Österreich spielt sich bei der U20-WM bis ins Halbfinale. Der schlussendlich vierte Rang ist das Beste, was eine ÖFB-Auswahl auf dieser Ebene bis heute erreicht hat. Die Elf von Teamchef Paul Gludovatz sorgt knapp ein Jahr vor der Heim-EURO für eine wahre Euphorie-Welle.

2011, Schauplatz Kolumbien. Neuerlich schickt sich eine ÖFB-U20 an, bei einer WM nach den Sternen zu greifen. Panama, Brasilien und Ägypten lauten die Gegner für unsere Burschen, die mittlerweile von Andreas Heraf betreut werden.

Ganz ehrlich: Würde diese Truppe nicht zumindest das Achtelfinale erreichen, würden viele rot-weiß-rote Fans wohl enttäuscht reagieren. Denn seit 2007 hat sich die Erwartungshaltung massiv verändert.

Während Didi Constantinis „Mander“ mit reichlich Konstanz der internationalen Klasse nur hinterherhächeln und die Erinnerung an die letzte geschaffte Quali für ein Großereignis allmählich verblasst, ist Erfolg im Nachwuchsbereich für viele eine Art Selbstverständlichkeit.

Doch genau diesen Fans muss bewusst sein, dass der vierte Platz von 2007 eine herausragende Leistung war, die möglicherweise für lange Zeit einzigartig bleibt. Es war das Zusammenkommen vieler Faktoren. Das fing beim Trainer-Fuchs an und hörte beim talentierten Spielermaterial auf.

Dies soll nun nicht bedeuten, dass unsere aktuelle Elf nicht auch zu derartigen Leistungen im Stande ist – wir dürfen es von ihnen nur nicht automatisch verlangen.

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