Zeitlupe Pühringer

 

 

Jukic vs. OSV - Keine Chance auf ein Happy End

Ein Dinko Jukic, der dem Verbands-Präsidenten bei dessen Amtsausübung die Verfolgung persönlicher Interessen unterstellt.  Ein Christian Meidlinger, der dem Olympia-Vierten den Austritt aus dem OSV nahelegt. Sowie eine gekränkte Präsidenten-Gattin, die von Jukic sagt, dass dieser „an der weltgrößten Entbehrung an Persönlichkeit“ leidet.

Kurzum: Ein Ende der Wasserschlacht im heimischen Schwimm-Lager ist in weite Ferne gerückt.

Während Jukic im verbalen Einprügeln auf Funktionäre eine zweite Luft bekommt, deckt der OSV seinen besten Schwimmer sowie Landesverbände und Vereine weiterhin mit Sperren ein. Nebenher wird versucht, die öffentliche Meinung davon zu überzeugen, dass man selbst der Gute ist.

Wie könnte da eine Lösung aussehen?

Es wird nichts anderes übrig bleiben, als dass beide Seiten aufeinander zugehen. Der OSV wird einsehen müssen, dass Jukic in einigen Punkten Recht hat. Schließlich spricht er öffentlich aus, was sich viele Athleten denken, es aber aufgrund ihrer Abhängigkeit vom Verband nicht aussprechen können. Der 24-Jährige wiederum wird seine Vorstellungen über die Service-Leistungen seitens des Verbands zurückschrauben müssen. Nicht jeder will ihm Böses.

Doch wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich beide Seiten an einen Tisch setzen und einen Kompromiss schließen? Aus heutiger Sicht gleich null. Zu viel Porzellan ist bereits zerbrochen worden.

Es wird darauf hinauslaufen, dass entweder einige hochrangige OSV-Funktionäre ihren Hut nehmen oder Jukic das Becken endgültig verlässt. Weil mitschwimmen ist sicher nicht sein Ding.

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