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Kein Grund zur Kritik an der U20

Das U20-Nationalteam des ÖFB hat es ins Achtelfinale der WM in Neuseeland geschafft. Sich in einer Gruppe mit Rekord-U20-Weltmeister Argentinien, Ghana und Panama durchzusetzen, ist aller Ehren wert.

Und da macht es auch gar nichts, dass beim letztlich entscheidenden 0:0 gegen die Argentinier kein Schönheitspreis gewonnen wurde. Die Kritik daran, dass sich die Truppe von Teamchef Andreas Heraf den Aufstieg in die K.o.-Phase ermauert hat, ist absolut unverständlich.

Wenn nicht in einem finalen Gruppenspiel einer Weltmeisterschaft der Zweck die Mittel heiligt, wann dann? Zudem hat das junge ÖFB-Team in den ersten beiden Spielen gegen Ghana (1:1) und Panama (2:1) durchaus bewiesen, dass es auch wesentlich offensiver auftreten und viel höher verteidigen kann. Im Achtelfinale, mag der Gegner nun Honduras, Usbekistan oder Fidschi heißen, werden Andreas Gruber und Co. wieder ein ganz anderes Gesicht als jenes gegen Argentinien zeigen.

Heraf hatte also völlig Recht, seine Mannschaft Beton anrühren zu lassen. „Das war nicht schön anzuschauen“, war auch dem Coach nach dem Schlusspfiff bewusst. Aber was wäre ihm anderes übrig geblieben? Hätten die spielerisch sowieso limitierten Österreicher in dieser Partie versucht, mit den Argentiniern fußballerisch mitzuhalten, wäre das gewiss nicht gutgegangen.

Was bleibt, ist der Einzug ins Achtelfinale, die Frage nach dem Wie stellt schon bald keiner mehr. Und ein Weiterkommen bei einer WM ist allemal über ein Sterben in Schönheit zu stellen.

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