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Zeitlupe Prantl

 

Die "Graue Maus" war einmal

Ich gestehe, ich habe es der Admira nicht zugetraut. Doch der Aufsteiger hat es tatsächlich geschafft, sich für die Europa League zu qualifizieren.

Freilich auch, weil sich die Austria mit der Trennung von Karl Daxbacher und der Bestellung von Ivica Vastic selbst ins Knie geschossen hat. Doch das tut nichts zur Sache.

Denn verdient haben sich die Südstädter den dritten Platz allemal.

Weil sie im Herbst die Aufstiegs-Euphorie perfekt mitgenommen und viele Punkte geholt haben. Weil sie dank ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit das Tief vom Frühjahrsbeginn ohne große Probleme durchgestanden haben. Weil sie zahlreiche junge, hungrige Kicker, denen divenhafte Allüren fremd sind, in ihren Reihen haben.

Weil sich jeder Spieler von der ersten bis zur letzten Runde für seinen Trainer Didi Kühbauer zerrissen hat. Weil der Coach der richtige Mann am richtigen Ort ist und seinen Schützlingen jeden Tag Spaß am Fußball vermittelt. Weil Kühbauer genau weiß, welchen Fußball seine Mannschaft zu spielen im Stande ist und diesen auch praktizieren lässt.

Weil Patrik Jezek in seinem Alter noch einmal eine unglaubliche Saison hingelegt und 21 Scorerpunkte gesammelt hat. Weil Youngster wie Marcel Sabitzer, Stephan Auer und Thomas Ebner von dem Amateuren kamen, sich nahtlos ins Team einfügten und ihre Qualitäten sofort unter Beweis stellten.

Weil dieses Team wirklich ein Team ist, jeder den anderen akzeptiert und persönliche Animositäten keinerlei Rolle spielen.

Ja, die ehemalige „graue Maus“ der Bundesliga hat sich zu einer attraktiven und sympathischen Truppe gemausert. Es ist ihr wirklich zu vergönnen.

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