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Zeitlupe Kastler

 

 

"Unser Goldi" wird 40!

Happy 40er, Andi Goldberger! Dem ewigen Jungbrunnen ist dieser runde Geburtstag freilich nicht anzusehen, hat sich Österreichs früheres Skisprung-Aushängeschild äußerlich über die Jahre nur marginal verändert. Einzig das berühmte Flinserl gehört längst der Geschichte an, ebenso hat sich die juvenile Frisur der Adoleszenz angepasst.

Wie geht der Oberösterreicher seinen Jubeltag an? Richtig, er geht zum Zahnarzt. Dort wird der Waldzeller ein eventuelles „Zieeeh“ nicht so genußvoll aufsaugen wie jenes der tausenden Fans in früheren Tagen. "Unser Goldi" – der ÖSV-Adler a. D. gehört der seltenen heimischen Athleten-Spezies „Everybody’s Darling“ an – wird auch diese Herausforderung meistern. So wie frühere.

Seinen 25. Geburtstag hat der Heim-Skiflug-Weltmeister von 1996 („Mein Highlight“) etwa nicht in so schöner Erinnerung, fand dieser doch in jenem Jahr seiner Kokain-Affäre („Das würde ich gerne streichen“) statt. Doch wirklich krumm hat das dem „Goldi“ keiner genommen. Davor  heimste der dreifache Gesamtweltcup-Sieger, zweifache Tournee-Champ, zweifache Olympia- und fünffache WM-Medaillen-Gewinner viele Erfolge ein. Danach „nur noch“ zwei Medaillen mit dem Team. Als der Geläuterte 2000 in Planica zum zwischenzeitlichen Weltrekord von 225 Metern flog, konnte sich die Skisport-Nation mit ihrem „Goldi“ noch einmal so richtig freuen.

Er war nie Einzel-Olympiasieger oder –Weltmeister. (An dieser Stelle: Danke für nichts, Tommy Ingebrigtsen. Wer? Genau!) Andere Skispringer werden trotz größerer Erfolge und weniger Eklats aber nie so ein Standing genießen wie das „Goldstück“ aus Waldzell. Das ist seiner Authentizität geschuldet. In guten wie in schlechten Zeiten. Happy Birthday, „unserem Goldi“!

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