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Zeitlupe Kastler

 

 

Ein "Sieg" der Kontinuität

Ein Remis ist bekanntlich kein Sieg und ein 1:1 in einem Hinspiel vor eigenem Publikum ist ebenso keine gute Ausgangsposition. Sollte Red Bull Salzburg am kommenden Dienstag bei Fenerbahce Istanbul aus der Champions-League-Qualifikation ausscheiden, wäre das ob der ausgelassenen Möglichkeiten in Wals-Siezenheim bitter, aber sicherlich keine Schande. Solch ein Spiel dient auch dem Gewinn von Erfahrung.

Mag sein, dass Red Bull schon seit acht Jahren versucht, in die Champions League zu gelangen, aber es ist dies erst der zweite Versuch der aktuellen, jungen Mannschaft. Und für Spieler wie Sadio Mane oder Kevin Kampl der erste. Alleine der Auftritt im Hinspiel zeigt, dass die Mannschaft unter Trainer Roger Schmidt auf dem richtigen Weg ist. Sie tritt mit einem Plan auf. Sie tritt als Einheit auf. Sie tritt mit Leidenschaft auf. Attribute, die gewiss nicht immer in der Ära der „Roten Bullen“ so auszumachen waren.

Schmidt betont immer wieder, er gibt für seine Spieler alles, wenn sie alles für ihn geben. Dazu die individuelle Qualität, Jugend, der Hunger auf Erfolge. Die Verpflichtungen dieser Spieler, für die Sportdirektor Ralf Rangnick verantwortlich zeichnet, haben sich bislang bezahlt gemacht. Zu Beginn des zweiten Jahres rennt das Werk’l noch besser, das zeigen die ersten vier Pflichtspiele. Die Entwicklung stimmt und ist noch lange nicht am Ende. Das war schon im Frühjahr abzusehen. Dennoch gab es im Sommer wieder Gerüchte um Änderungen in der sportlichen Führung. Das Remis gegen Fenerbahce war ein „Sieg“ der Kontinuität.

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