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Ein schwacher Trost

 

Fußball ist bekanntlich ein beinhartes Business, und dieses kann mitunter undankbar oder auch schlichtweg zermürbend sein.

Wer hoch fliegt, der fällt auch tief – das musste Rapid beim Auftritt im Playoff zur Champions League am eigenen Leib erfahren.

Die Tür stand offen, ein Fuß war zwischenzeitlich schon drin, doch Shakhtar Donetsk schlüpfte selbst hindurch und schlug sie schlussendlich zu.

Trotzdem war es Werbung für den österreichischen Fußball, wie sich die Grün-Weißen verkauften, wie sie kämpften, wie sie sich dank ihrer Mentalität reinhängten. Das mussten auch die größten Kritiker und Pessimisten im Endeffekt eingestehen.

Bei den vergebenen Matchbällen von Robert Beric und Philipp Prosenik fehlten Zentimeter. Zentimeter, die über Millionen entscheiden. Zentimeter, an denen die Zukunft einzelner Personalien hängt. Zentimeter, die wirtschaftliche Absicherung bedeutet hätten.

Da kann Präsident Michael Krammer öffentlich noch so oft posaunen: „Dann rocken wir halt die Europa League.“ Insgeheim wird sich der Geschäftsmann sehr wohl in den Allerwertesten beißen, denn die Chance war zum Greifen nahe.

Statt 14 Millionen „nur“ 5,4 Millionen Euro, statt der „Creme de la Creme“ des europäischen Spitzenfußballs nur die zweite Riege und statt des besten Arguments, um Spieler wie Beric zu halten, beinahe eine Einladung für interessierte Vereine.

Das Erreichen der Europa League darf als Erfolg verbucht werden, vor allem durch das Weiterkommen gegen Ajax Amsterdam. Witterte man jedoch einmal das ganz große Geschäft, ist die aktuelle Situation nur ein schwacher Trost.

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