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(K)ein Ende des leidigen Themas

 

Eigentlich wäre der 2:1-Heimerfolg zum Auftakt der Europa League gegen niemand geringeren als den spanischen Top-Klub Villarreal der passende Anlass, um alles was jüngst auf die Grün-Weißen einprasselte, hinter sich zu lassen und positiv in die Zukunft zu blicken.

Das knappe Aus im Champions-League-Playoff gegen Shakhtar Donetsk, die zwei vergebenen Matchbälle in der Nachspielzeit sowie die zwei bitteren Liga-Niederlagen gegen Mattersburg und Altach – alles abgehakt, alles vergessen.

Eine Causa, mittlerweile schon ein leidiges Thema, lässt die Hütteldorfer aber nicht los. Dabei stellt sich die Frage: Was muss Rapid noch tun, um das Kapitel Robert Beric endlich ad acta legen zu können?

Einiges, so viel steht fest. Zu dem, dass der 24-jährige Slowene den Kopfball gegen die Ukrainer, der das Millionengeschäft bedeutet hätte, danebensetzte, und sich dann fein aus dem Staub machte, passt die Tatsache, dass Beric nur vier Minuten für seinen ersten Europacup-Treffer für St. Etienne brauchte, wie die Faust aufs Auge.

Vor allem, da - bei allem Respekt für Philipp Prosenik, Deni Alar, Matej Jelic und Tomi – sich noch keiner auch nur ansatzweise für die Nachfolge aufdrängen konnte.

Da kann Trainer Zoran Barisic seine erste Wahl gegen Villarreal noch so in den Himmel loben: „Prosenik war fantastisch und ein ganz wichtiger Baustein, hat sich untergeordnet, Schläge eingesteckt und alles für das Team gegeben.“ Das mag so sein, auf seinen Vorgänger fehlt aber noch einiges. In Wirklichkeit soll dies nur davon ablenken, wie sehr man die Qualitäten Beric‘ vermisst. Und, dass man es trotz Vertrag und Hinhalte-Taktik nicht übers Herz brachte, den Transfer nach Frankreich platzen zu lassen.

Barisic bleibt aber auch nichts anderes übrig, als gebetsmühlenartig darauf hinzuweisen, dass es auch ohne den Topscorer weitergehen muss: „Ich hoffe, dass das Kapitel endgültig abgeschlossen wird. Wir werden täglich mit ihm konfrontiert, obwohl das Transferfenster bereits seit 17 Tagen geschlossen ist.“

Daran wird sich so schnell nichts ändern.

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