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"Rapid ist nicht Salzburg" – stimmt!

 

„Rapid ist nicht Salzburg“, posaunte Ajax-Trainer Frank de Boer noch vor gut zwei Wochen.

Damit hatte er durchaus Recht. Der Meister hat ein paar Millionen mehr auf dem Konto, spielt ein Pressing, das die Wiener nicht können, sucht das Heil durch die Mitte, und, und, und…

In Bezug auf die eigentliche Frage, ob der Amsterdamer Traditionsverein gegen Rapid ähnliche Probleme haben werde, wie gegen die Salzburger 2014 in der Europa League, sollte er jedoch Unrecht behalten.

Hochmut kommt vor dem Fall – wie es so schön heißt. Dass man sich bei einem Standing wie jenem vom Ajax nicht kleiner machen muss, als man ist, liegt auf der Hand. Nur unüberlegte Äußerungen über den Gegner sollte man sich zumindest zweimal überlegen.

„Ajax weint in der Arena. Drama für Ajax“, titelte etwa „De Telegraaf“. Das „Algemeen Dagblad“ machte „Kinder-Fehler“ für das Scheitern verantwortlich. Und de Boer bekommt ohnehin von allen Seiten sein Fett weg.

Tatsachen, die Rapid nicht beschäftigen werden. „Genießen“, heißt das Motto, das Sportdirektor Andreas Müller ausgab. Dies kann man in vielerlei Hinsicht.

Sportlich gesehen durch die fixe Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League, plus dem Zuckerl, sein Glück auch noch im Playoff zur Champions League probieren zu dürfen. Bei Gegnern wie Manchester United, Valencia oder Bayer Leverkusen würde keiner nein sagen.

Zudem sind den Grün-Weißen rund 5,4 Millionen Euro, die man mit Handkuss nimmt, nicht mehr zu nehmen – drei für die Qualifikation für das CL-Playoff, 2,4 im Falle des Starts in der Europa-League-Gruppenphase. Gelingt der ganz große Coup, würden in der Königsklasse gar elf weitere Millionen warten.

Zudem sind vier zusätzliche - voraussichtlich gut besuchte - Heimspiele garantiert, „mindestens“ wie Trainer Zoran Barisic augenzwinkernd anmerkte. Der Aufstieg lohnt sich – mit Sicherheit.

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