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Der unverzichtbare Hofmann-Faktor


Es wäre zu leicht, den so wichtigen grün-weißen Befreiungsschlag im Spitzenspiel gegen RB Salzburg nur an einem Mann fest zu machen.

Schließlich wuchsen Spieler wie Guido Burgstaller oder Lukas Königshofer in diesen 90 Minuten über sich hinaus.

Doch es hat sich einmal mehr unter Beweis gestellt, dass Rapid mit dem Um und Auf der vergangenen zehn Jahre das gewisse Etwas hat.

Steffen Hofmann ist und bleibt der kreative Kopf, die Schaltzentrale, der Ruhepol, der Kapitän, der laut Schöttel „die Verantwortung übernimmt, auch wenn es nicht so läuft“.

Die Augenverletzung machte ihm nicht nur physisch, sondern auch psychisch zu schaffen – und trotzdem sah es der Regisseur als seine Pflicht an, der Mannschaft in dieser schwierigen Zeit – mit Schutzbrille – beizustehen.

Das Ergebnis ist bekannt. Hofmann holte nicht nur den Freistoß vor seinem sehenswert verwandelten Führungstreffer heraus, sondern strahlte in den lediglich 42 Minuten bis zu seiner Auswechslung jene Tugenden aus, die ihn für die Mannschaft unverzichtbar machen.

„Mit ihm spielen wir anders“, fasste Trainer Peter Schöttel in Worte, was auf dem Platz offensichtlich wurde.

Hofmanns Hingabe für den Verein setzte neue Kräfte frei, trotzdem birgt der „Hofmann-Faktor“ ein altbekanntes Risiko.

Was passiert, wenn der 32-Jährige in absehbarer Zeit seine Fußballschuhe an den Nagel hängt?

Oder im fortgeschrittenen Alter nicht mehr jedes Spiel zur Verfügung steht?

Eine Hofmann-Kopie wird es bestimmt nicht geben – so viel steht fest.

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