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Zeitlupe Frühwald

 

Statistiken können auch einmal in die Irre führen

Statistiken sind eine feine Sache. Neben dem Unterhaltungswert, den Zahlenspielereien dieser Art oft zu bieten haben, offenbaren sie auch interessante Fakten und geben Aufschlüsse über zukünftige Ereignisse.

Auch wenn ich nun jedem Mathematiker das Herz breche: Manchmal können selbst die nackten Zahlen in die Irre führen! 3:1 liegt Österreich im Head-to-Head gegen Spanien nach den bisherigen vier Davis-Cup-Duellen voran. Ein vierter Sieg über die Iberer am Wochenende im Weltgruppen-Viertelfinale käme jedoch einem mittleren Tennis-Wunder gleich.

Der Titelverteidiger geht auch ohne Rafael Nadal als haushoher Favorit in den Länderkampf gegen Jürgen Melzer und Kollegen. Schließlich wäre Österreich in einem Fußball-WM-Viertelfinale auch gegen ein ohne Lionel Messi antretendes Argentinien krasser Außenseiter.

Im Sport ist bekanntlich trotzdem alles möglich. Zudem bietet die Underdog-Rolle einen mentalen Vorteil. Schließlich sind die Erwartungen und damit auch der Druck auf die Spieler gering. Allerdings birgt der Part des Außenseiters auch die Gefahr in sich, das Duell schon im Vorhinein als verloren anzusehen.

Zu sehr sollten sich die ÖTV-Asse deshalb nicht darauf versteifen. In ihrem Hinterkopf sollte die Trimmel-Truppe den Glauben an die kleine Chance auf die Sensation bewahren.

Wie formulierte es Melzer vor einer Woche so schön: „Ich will nicht sagen, dass wir nichts zu verlieren haben. Wir haben vielmehr viel zu gewinnen!“

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