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Die Sehnsucht nach einem Superstar ist groß

Steffi Graf, Martina Navratilova, Chris Evert, Martina Hingis - diese Spielerinnen haben in der Geschichte des Tennis-Sports einen festen Ehrenplatz eingenommen.

Wochen-, monate- und jahrelang führten sie die Weltrangliste an und prägten das Ideal einer "Nummer eins". Dieser prestigeträchtige Status ist in der letzten Zeit etwas angepatzt worden. 

Denn irgendwie erinnert die aktuelle Situation auf der WTA-Tour an das berühmte Zitat von Ion Tiriac: "Wer am Ende die wenigsten Fehler macht, gewinnt das Match." Und so ist es aktuell auch im Damen-Tennis: Jene Spielerin, die sich die wenigsten Aussetzer erlaubt, führt die Weltrangliste an.

Beinahe hätte es durch das vorzeitige Achtelfinal-Aus von Caroline Wozniacki in Sydney am kommenden Montag einen Führungswechsel gegeben. Doch prompt patzte nur eine Runde später auch Petra Kvitova.

Wobei die Tschechin seit Wimbledon zumindest einen Grand-Slam-Titel auf dem Konto hätte. Ein Erfolg, der Wozniacki wie auch ihren Vorgängerinnen Dinara Safina und Jelena Jankovic bislang verwehrt bliebt.

Natürlich sorgt das extrem ausgeglichene Damenfeld auch für Spannung. Jede kann jede schlagen. Eine Turnier-Siegerin ist kaum vorhersehbar. Trotzdem ist die Sehnsucht nach einem Superstar groß. Denn nur so ist eine mediale Breitenwirkung erzielbar, die über die Grenzen des normalen Tennis-Fans hinausgeht.

Wir hoffen deshalb, dass schon in zwei Wochen in Melbourne ein neuer Stern aufgeht bzw. altbewährte Kräfte wie Kim Clijsters, Serena Williams oder Maria Sharapova wieder zurück zu alter Stärke finden. Damit das Damen-Tennis wieder in jenem Rampenlicht steht, das es sich verdient hat.

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