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Andreas Haider-Maurer, das perfekte Vorbild

Millionen-Preisgelder, fette Werbe-Verträge, unzählige Fans und überfreundliche Turnierdirektoren, die einem jeden Wunsch von den Augen ablesen. Keine Frage, sieht man sich den Alltag eines Top-Ten-Spielers an, so kann man sich kaum einen schöneren Beruf als jenen des Tennis-Profis vorstellen.

Die wenigen Auserwählten in der Weltklasse stellen allerdings nur die Mini-Spitze des Eisbergs dar. Dahinter kämpfen rund um die Erdkugel tausende Spieler um den Anschluss und um finanziell über die Runden zu kommen. Denn das große Geld gibt es erst bei den großen ATP-Turnieren zu holen.

Die meisten Akteure schaffen diesen Sprung erst nach einem guten Jahrzehnt auf der Tour. Das Durchschnittsalter in den Top 100 beträgt mittlerweile fast 30 Jahre. Umso schöner ist es dann, wenn sich wie in diesen Wochen mit Andreas Haider-Maurer ein solcher Athlet seinen Lebenstraum erfüllen kann.

„Wir haben über Jahre immer davon geredet, wann der Punkt kommt“, freut sich Bernd Haberleitner, seit zwölf Jahren „AHM-Manager“, im Gespräch mit LAOLA1 mit seinem Schützling mit. Sein langjähriger Wegbegleiter streicht vor allem die schwierige Zeit auf der Challenger-Tour hervor. „Diese Ebene ist brutal und beinhart. Die Matches dort sind körperlich und geistig nicht weniger anstrengend als auf dem ATP-Tour Level.“

Andreas Haider-Maurer ist dadurch das perfekte Vorbild für nachkommende Talente wie Dennis Novak, Lucas Miedler oder Sebastian Ofner. Nur wenige Ausnahme-Spieler wie Dominic Thiem sind schon mit 21 Jahren - sowohl körperlich als auch mental - so weit, dass sie sich in der erweiterten Weltklasse etablieren können. Der Großteil muss den steinigeren und längeren Weg wählen. Die Früchte des Erfolgs schmecken deshalb aber mindestens genauso süß - schließlich steckt auch dieselbe harte Arbeit dahinter.

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