Das Risiko der Daxbacher-Bestellung

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Letztendlich hat sich „König Karl“ also doch überreden lassen. Karl Daxbacher übernimmt ab Sommer das Traineramt beim SKN St. Pölten. Eigentliche hätten die „Wölfe“ den ehemaligen LASK-Coach schon gerne mit sofortiger Wirkung am Trainingsplatz gesehen. Doch Daxbacher ist ein schlauer Fuchs.

Mit der Anstellung ab 1. Juni umgeht er eine Auflösung seines bis dahin laufenden (und sicherlich nicht schlecht dotierten) LASK-Vertrags. Zudem kann er sich konzentriert in die Materie einarbeiten, anstatt im Abstiegskampf schon jetzt viel Energie liegen zu lassen.

Natürlich wird die ruhige Art des „Sirs“ den St. Pöltnern gut tun. Mit der vorschnellen Verlautbarung des Wunschkandidaten hat man sich aber um die Chance gebracht, doch noch auf einen anderen Kandidaten zurückzugreifen. Denn die Anstellung Daxbachers ab Sommer birgt auch ein gewisses Risiko in sich. In St. Pölten spricht man gerne von der Bundesliga, doch jetzt muss erst einmal der Verbleib in der Ersten Liga gesichert werden.

Die Vereinsführung scheint mit der aktuellen Horror-Saison geistig schon abgeschlossen zu haben. Man vertraut darauf, dass die beiden unerfahrenen Interims-Trainer Jochen Fallmann und Thomas Nentwich den Klassenerhalt trotz der prekären Lage (drei Punkte Vorsprung auf Rang neun) sichern können. Ob man sich da nicht verpokert? Im Worst Case droht im Sommer ein Neustart in der Regionalliga anstatt der Angriff Richtung Bundesliga mit „König Karl“ am Trainer-Thron…

 

Kommentar von Jakob Faber.

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