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Jankos unsichere Zukunft im ÖFB-Nationalteam

Marc Janko als Nachfolger von Alessandro del Piero.

Allerdings nicht bei Juventus Turin, sondern beim FC Sydney. LAOLA1-Informationen zufolge ist der Transfer bereits fix. Janko selbst bestätigt die Verhandlungen, will aber von einem Abschluss – offiziell – noch nichts wissen.

Wenn der 31-Jährige den Schritt „down under“ in den nächsten Tagen bekanntgibt, dann kann man ihm dazu nur gratulieren. Die Möglichkeit, einmal für längere Zeit in Australien zu leben, bekommen nicht viele Österreicher in ihrem Leben. Noch dazu wird der Stürmer für seinen Vertrag beim letztjährigen Tabellen-Fünften fürstlich entlohnt. Schließlich soll er del Pieros Position als „Marquee Player“ erben – also jener Spieler, der über die festgeschriebene Gehaltsobergrenze hinaus verdienen darf.

Aus persönlicher Sicht ist der Wechsel in die vermeintlich schwache A-League absolut nachvollziehbar.  Aber was bedeutet dieser Transfer für Jankos Karriere im Nationalteam?

Dem Vernehmen nach weiß Marcel Koller von den Plänen seines einzigen verlässlichen Angreifers. Der Schweizer soll Janko auch die Fortsetzung seiner Teamkarriere zugesichert haben. In der Realität wird sich dieser Plan aber nur schwer umsetzten lassen. Die Flugzeit zwischen Sydney und Wien beträgt zumindest 22 Stunden. Dazu kommen die Jetlag-Probleme mit der Zeitumstellung.

Jankos Saison mit Sydney beginnt am 11. Oktober. Zwei Tage davor bestreitet Österreich das EM-Quali-Spiel gegen Moldawien, einen Tag danach das Heimspiel gegen Montenegro. Die Spielpläne der A-League und der EM-Quali überschneiden sich also. Alleine deswegen ist Jankos mittelfristige Zukunft im Nationalteam mehr als unsicher.

Koller hält viel auf seinen Top-Torjäger. Das ist bekannt. Beim EM-Quali-Auftakt gegen Schweden am 8. September wird Janko jedenfalls mit von der Partie sein. Danach muss der Teamchef aber über Alternativen nachdenken, vielleicht mit Martin Harnik als improvisierte Sturmspitze. Denn der Stuttgart-Legionär ist neben David Alaba der einzige, der an Jankos Trefferquote der letzten Jahre annähernd herankommt (siehe hier).


Ein Kommentar von Jakob Faber

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