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Kräfteverschleiß? Neues Material fordert Eigenverantwortung

Auch wenn sich in den letzten Tagen der Sommer nochmals wichtig machte: Der Winter steht vor der Tür. Mittlerweile schon traditionell versammelt sich die Ski-Elite Ende Oktober auf dem Gletscher über Sölden zu einem ersten Kräftemessen.

In diesem Jahr blicken die Ski-Fans dem ersten Saisonrennen besonders gespannt entgegen, feiern doch die neuen Riesentorlauf-Skier ihr Renn-Debüt.

Groß war die Aufregung, als im letzten Winter die Pläne zur Material-Reform publik wurden. Viele Rennläufer – allen voran RTL-Ass Ted Ligety – fürchteten einen Rückfall in die „Ski-Steinzeit“.

Einen Sommer später und nach ausgiebigen Tests hat sich die Aufregung gelegt. Auch mit den längeren Skiern wird gecarvt, vom oft angekündigten Driften ist auf normalen Kursen nichts zu sehen.

Die größte Umstellung für die Athleten ist der erhöhte Kräfteverschleiß. Marcel Hirscher glaubt etwa nicht daran, einen längeren Kurs durchgehend mit 100 Prozent bewältigen zu können. Manche Läufer befürchten, dass die Müdigkeit am Ende eines Laufes zu erhöhter Verletzungsgefahr führt.

Diesem Argument stelle ich die Eigenverantwortung entgegen. Zum Rennfahren gehört auch die richtige Einteilung der Kräfte. Wer etwa in Adelboden mit „leerem Tank“ in den Zielhang einfährt, wird bestraft.

Das war aber auch mit dem alten Material so. Wie viel Risiko ein Läufer eingeht, muss er letztlich selbst entscheiden. 

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