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Zeitlupe Altmann

 

Koller-Style

Höchste Zeit, dass es losgeht!

Der Worte sind genug gewechselt, nun sind bei Österreich gegen Deutschland die Taten auf dem Rasen gefragt.

Wobei diese Wortspenden aus dem österreichischen Lager diesmal wenig brisant waren. Eher selbstbewusst und voller Vorfreude auf der einen Seite, realistisch und wohl überlegt auf der anderen.

Ganz Koller-Style eben.

Für Freunde von Teamchefs, die stets einen flotten Spruch auf den Lippen haben, ist der Schweizer eindeutig der falsche Mann.

Der 51-Jährige tritt in der Öffentlichkeit eher bieder, ja man könnte fast sagen langweilig auf. Im Laufe einer Vorbereitungswoche hört man so manchen vorbereiteten Textbaustein immer und immer wieder.

Und das ist auch gut so.

Denn solange der Inhalt – und auf den kommt es unterm Strich an - stimmt, ist dagegen nichts einzuwenden. Im Gegenteil. Wer durch akribische Arbeit auf und abseits des Platzes überzeugen will, muss sich auch nicht selbst inszenieren.

Koller hat zum Beispiel vollinhaltlich Recht, wenn er sagt, dass auch bei einem Sieg gegen Deutschland die Qualifikation noch lange nicht geschafft ist (und wir alle wissen, was in Österreich im Fall eines "Wunders von Wien" rund um unsere "Helden" los wäre. Vom letzten "Wunder" gegen Deutschland haben wir uns gut 30 Jahre nicht richtig erholt…).

Ebenso vollinhaltlich Recht hat er, dass im Falle einer Niederlage noch nichts verloren wäre.

Koller ist die Chance, Fußball-Österreich bei aller Emotion, die im Fußball erwünscht ist, die nötige Sachlichkeit beizubringen, unaufgeregte Diskussionen inhaltlicher Natur zu führen, den Weg in die oftmals gar nicht so schlechte Grauzone zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt einzuschlagen.

Klingt fad, ist es vielleicht auch. Aber in Wahrheit kann die Fadesse doch gar nicht groß genug sein, sollte es letztlich die entscheidenden Fortschritte bringen…

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