WM-Quali-Start ohne eine Reihe von Stars

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Südamerikas Startschuss ins Ausscheidungsrennen um die Plätze bei der WM-Endrunde in Russland 2018 geht ohne die Superstars des Kontinents in Szene.

Argentiniens Lionel Messi und Kolumbiens James Rodriguez sind verletzt, der Brasilianer Neymar und der Uruguayer Luis Suarez sitzen Sperren ab. Mit Chile gegen Brasilien wartet zum Auftakt am Donnerstag gleich der erste Schlager.

Chile trifft auf Brasilien

Der regierende Sieger der Copa America will den Rekordweltmeister in Santiago de Chile in die Schranken weisen. Chile baut dabei auf seine Stars Alexis Sanchez und Arturo Vidal, während Neymar bei Brasilien noch zwei Partien seiner Vier-Spiele-Sperre absitzen muss. Diese handelte sich der Barcelona-Stürmer nach seinem Ausraster bei der Copa ein.

Der von Brasiliens Behörden wegen Steuerhinterziehung in zweistelliger Millionenhöhe ins Visier genommene Neymar fehlt dem fünffachen Weltmeister somit auch im Heimspiel gegen Venezuela am Dienstag. Mit dabei ist hingegen wieder Kaka. Der 33-Jährige von Orlando City wurde von Teamchef Carlos Dunga anstelle des verletzten Philippe Coutinho nachnominiert.

Die Abwesenheit von Neymar vergessen machen sollen Akteure wie die beiden Chelsea-Profis Oscar und Willian oder St. Petersburgs Angreifer Hulk. "Wir müssen auf die Spieler vertrauen, die wir zur Verfügung haben", sagte Dunga.

Vier Fix-Tickets für zehn Teams

Nach dem Doppelspieltag am Donnerstag und Dienstag kommt es bereits am 13. November zum Prestigeduell Argentinien gegen Brasilien - kein einfaches Startprogramm für die "Selecao".

Gerade für Brasilien geht es auch um Wiedergutmachung. Das Viertelfinal-Aus bei der Copa gegen Paraguay war der nächste Tiefschlag nach dem nach wie vor nachwirkenden 1:7 im WM-Halbfinale gegen Deutschland im Vorjahr.

206 Mannschaften kämpfen weltweit um die 31 Tickets für Russland 2018 - der Gastgeber ist gesetzt. In Südamerika stehen zehn Teams in der Qualifikation. Es gibt vier Startplätze, der Fünfte kann sich zusätzlich in einem Hin- und Rückspiel gegen den Sieger aus Ozeanien qualifizieren. Argentinien, Brasilien, Chile und Uruguay gelten als Favoriten auf das WM-Ticket.

Auch Messi, Suarez und James fehlen

Argentinien startet ohne den im Knie verletzten Messi mit dem Heimspiel gegen Ecuador, ehe die erste wirkliche Prüfung in Paraguay ansteht. "Messis Fehlen muss ein Ansporn sein und darf nicht als Entschuldigung gelten", meinte sein Klubkollege Javier Mascherano.

Mit dem formstarken Sergio Aguero (Manchester City) und dem im Sommer nach Buenos Aires zurückgekehrten Carlos Tevez (Boca Juniors) hat der Vizeweltmeister andere hochkarätige Stürmer im Aufgebot.

Kolumbien hat zum Auftakt ohne den ebenfalls verletzten Mittelfeldspieler James Rodriguez (Real Madrid) Peru zu Gast. Bei den Kickern aus dem Andenstaat steht Salzburgs Yordy Reyna im Kader.

Uruguay muss in den Partien gegen Bolivien und Kolumbien neben dem nach seinem WM-Eklat weiter gesperrten Suarez auch Edinson Cavani vorgeben. Der Stürmer von Paris St. Germain wurde bei der Copa im Viertelfinale gegen Chile ausgeschlossen und für zwei Spiele gesperrt.

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