Gewinner und Verlierer der Winter-WM 2022

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Das ewige Hin und Her bezüglich des Austragungstermins der FIFA WM 2022 könnte nun ein Ende haben.

Eine Task Force des Weltverbandes empfiehlt eine Endrunde im November und Dezember.

Diese Entscheidung, die vom FIFA-Exekutivkomitee am 19. und 20. März nur noch abgesegnet werden muss, bringt einige Gewinner und Verlierer mit sich:


GEWINNER:

- Spieler: Den Spielern bleiben - speziell in den Trainingsquartieren - Sommer-Temperaturen um 40 Grad Celsius erspart. Im Winter herrschen stattdessen in Katar moderate Temperaturen von bis zu 25 Grad.

- IOC: Als Alternative war auch der Jänner/Februar 2022 im Gespräch. Dann wäre die Fußball-WM mit den Olympischen Winterspielen kollidiert. Das Winterspektakel soll vom 4. bis 20. Februar in Almaty oder Peking ausgetragen werden.

- Sommersportverbände: Eine Fußball-WM im Sommer hatte bisher alles überlagert. Sportarten wie der Radsport mit der Tour de France im Juli oder Tennis mit dem legendären Turnier in Wimbledon Ende Juni/Anfang Juli profitieren von einer WM am Jahresende.

 

VERLIERER:

- Vereine: Die Top-Klubs müssen in einer Zeit, in der Hochbetrieb im Klub-Fußball herrscht, fast zwei Monate ihre Topspieler an die Nationalmannschaften abstellen. Entsprechend fordern die Vereine eine Entschädigung. Eine Winter-WM werde das Vereinsgeschäft beeinflussen, sagte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. "Diese Kosten können nicht durch die Klubs bezahlt werden."

- Europäische Top-Ligen: Sie müssten ihren Spielplan komplett ändern. So müsste etwa die deutsche Bundesliga von Ende Oktober bis in den Jänner hinein pausieren. In England würde beispielsweise der Boxing Day (26. Dezember), einer der lukrativsten Spieltage des Jahres, am zweiten Weihnachtsfeiertag wegfallen.

- UEFA: Die Geldmaschine Champions League müsste ihren Spielplan ebenfalls umkrempeln. Im November/Dezember fallen normalerweise die Entscheidungen in der Gruppenphase.

- FIFA: FIFA-Chef Joseph Blatter wird die Schatulle für Kompensationszahlungen an die Ligen und Vereine für seinen Terminwunsch öffnen müssen. Dazu kommen die bereits seit Jahren anhaltenden Negativ-Schlagzeilen wegen der Katar-WM.

- Wintersportverbände: Im November/Dezember laufen hochkarätige Wintersport-Veranstaltungen bereits auf vollen Touren. Damit wird es zu Interessenskollisionen kommen.

- TV-Markt: In den USA ist im November/Dezember American-Football-Time. Das Sommerloch im US-Sport wäre für den übertragenden US-Sender Fox lukrativer. Für die TV-Anstalten in England ist der Boxing Day am 26. Dezember ein wesentlicher Bestandteil.

- Europäische Fans: Ein Sommermärchen bei Grillwetter wird es nicht geben. Beim Public Viewing sind dann Schal und Handschuhe beim Punschstand gefragt.

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