UEFA-Referees für Zeitstrafen gegen Foulsünder

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Die Schiedsrichter der UEFA machen sich für die Einführung einer neuen Regel stark.

Wenn ein Spieler nach einem Foul außerhalb des Spielfelds behandelt werden muss, soll in Zukunft der Spieler der Gegners, der das Foul begangen hat, das Feld verlassen müssen.

Man werde dies den Fußball-Regelhütern vorschlagen, sagte der Chef der UEFA-Schiedsrichter, Pierluigi Collina, am Mittwoch in Turin.

Derzeitiges Prinzip ist "unfair"

Wenn der Gefoulte auf den Platz zurückkehrt ist, dürfe auch der kurzfristig ausgeschlossene Spieler wieder am Geschehen mitwirken, konkretisierte der Italiener auf einer Pressekonferenz vor dem Finale der Europa League zwischen Benfica Lissabon und dem FC Sevilla.

Das derzeitige Prinzip "ist unfair", sagte Collina. Der Spieler, der das Foul begangen hat, werde zwar verwarnt, dürfe aber auf dem Feld bleiben, wodurch es für seine Mannschaft vorübergehend einen numerischen Vorteil gebe.

Laut Collina plant die UEFA, einen entsprechenden Vorschlag an das International Football Association Board (IFAB) zu richten.

Die Regelhüter des internationalen Fußballs kommen immer zwischen Ende Februar und Anfang März zu ihrem Jahres-Meeting zusammen und beschließen allfällige Änderungen des Reglements.

Collina verteidigt Torrichter

Collina und UEFA-Boss Michel Platini verteidigten in Turin zudem das vielfach kritisierte System mit fünf Schiedsrichtern auf dem Platz.

Der Funktion der zusätzlichen Assistenten hinter den Torlinien sei "für die Öffentlichkeit schwer zu verstehen", meinte Platini.

"Sie scheinen regungslos, doch man übersieht, dass sie ständig kommunizieren." "Im Fernsehen hören wir die Kommentatoren oft sagen, sie seien nutzlos und blieben nur auf der Linie, aber in Wahrheit sind sie enorm wichtig", sagte Collina.

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