Alvaro Morata – Zukunftshoffnung ohne Zukunft?

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Spanien-Russland, 1:0. Torschütze: Alvaro Morata.

Spanien-Deutschland, 1:0. Torschütze: Alvaro Morata.

Spanien-Niederlande, 1:0. Torschütze: Alvaro Morata.

In allen drei Gruppenspielen der „Rojita“ bei der U21-EM in Israel traf der 20-Jährige zur Führung, zwei Mal war es zugleich der Siegtreffer.

Vom Joker in die Startelf

„Du glaubst immer daran, derjenige zu sein, der das Tor erzielt“, kommentierte der Super-Joker, der für seine ersten beiden persönlichen Erfolgserlebnisse als Einwechselspieler gerade einmal 44 Minuten Einsatzzeit benötigte.

Als Belohnung ließ Teamchef Julen Lopetegui in der dritten Partie gegen „Jong Oranje“ von Beginn an ran, 26 Minuten nach Anpfiff klingelte es erneut.

„Ich befinde mich in einer angenehmen Phase und werde versuchen, sie so lange wie möglich auszunutzen, um weiter zu treffen“, hofft Morata auf weitere positive Erlebnisse, die schließlich in der Titelverteidigung Spaniens enden sollen.

Vom Topscorer zum B-Teamspieler

Am Samstag, 17:30 Uhr, gegen Norwegen und in einem möglichen Finale am Sonntag wird der Angreifer wieder im Mittelpunkt stehen, danach droht ihm wieder der Gang in die zweite und dritte Reihe.

Bei seinem Arbeitgeber Real Madrid sieht die Zukunft für den gebürtigen Madrilenen, der im nahen Osten auf bestem Wege ist, Landsmann Adrian als EM-Topscorer nachzufolgen, weiter nicht rosig aus.

In der abgelaufenen Saison kam er zu zwölf Einsätzen in La Liga, allerdings nur fünf von Beginn an.

Sein Selbstvertrauen musste sich der Jungstar in der Segunda Division, wo er mit zwölf Treffern in 18 Spielen eine respektable Quote vorweisen kann, erspielen. Eine Situation, die sich 2013/2014 nicht zu verbessern droht.

Vom Jungstar zum Legionär

Zwar hat sich mit Gonzalo Higuain schon ein namhafter Konkurrent verabschiedet, die von Medien gehandelten Gareth Bale, Edinson Cavani oder Luis Suarez würden aber abermals einen Platz in der Offensive verstellen.

"Es kommt auf die Umstände an, ob ich bei Real bleibe. Wenn ein weiterer Angreifer kommt, muss ich darüber nachdenken, was für mich das Beste ist und in Erwägung ziehen, den Verein zu verlassen", offenbarte Morata deshalb jüngst gegenüber dem Radiosender „Cadena SER“ und deutet gleich an, wohin es geht: „Sollte ich Madrid verlassen, bevorzuge ich einen Wechsel ins Ausland.“

Viel wird davon abhängen, wer auf der Bank im Estadio Santiago Bernabeu Platz nehmen wird. "Sobald wir einen neuen Trainer haben, werde ich mit ihm reden, dann schauen wir, was passiert.“

Der technisch beschlagene Mittelstürmer muss also hoffen, dass Carlo Ancelotti, Laurent Blanc, oder wer auch immer die „Königlichen“ übernimmt, am Wochenende die Finalspiele der obersten Nachwuchsmeisterschaft verfolgt.

Und natürlich, dass er dann wieder ein Tor erzielt.


Christian Eberle

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