Mexiko verhindert nächste jamaikanische Sensation

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Die ganz große Sensation ist im Finale des Gold Cups ausgeblieben.

Mexiko schlug das Überraschungsteam aus Jamaika in der Nacht auf Montag mit 3:1 und holte damit seinen siebten Titel bei den nord- und mittelamerikanischen Meisterschaften.

Vor 68.930 Zusehern im Lincoln Financial Field, dem Stadion des NFL-Teams Philadelphia Eagles, brachte Andres Guardado Mexiko mit einer Volleyabnahme aus rund elf Metern in Führung (31.). Es war der erste Treffer der "El Tri" seit 272 Spielminuten, der nicht aus einem Elfmeter resultierte.

Kurz nach der Pause legte Jesus Manuel Corona nach einem frühen Ballverlust von Michael Hector mit einem platzierten Schuss von außerhalb des Strafraums nach (57.), Oribe Peralta drückte die mexikanische Überlegenheit nach einem weiteren Fehler des Jamaikaners noch deutlicher aus (61.). Darren Mattocks gelang noch der Ehrentreffer für die vom Deutschen Winfried Schäfer gecoachten "Reggae Boys" (81.).

Chance auf Confed-Cup

Für Mexiko war es der bereits siebenten Gold-Cup-Titel.

Dem Rekordsieger winkt damit auch die Teilnahme am Confederations Cup 2017 in Russland, der Generalprobe für die WM 2018.

Dazu muss sich Mexiko gegen den Sieger von 2013, die USA, in einem Play-off-Duell durchsetzen. Die US-Boys gewannen den Gold Cup bisher fünf Mal.

Erhobene Häupter

Im Halbfinale gelang Jamaika mit dem 2:1-Halbfinalsieg gegen die USA noch einer der größten Erfolge der Fußball-Geschichte des Karibikstaats.

"Für mich bedeutet dieser zweite Platz nicht die Silbermedaille, für mich ist er Gold wert. Jamaika sollte sehr stolz auf diese Mannschaft sein. Ich bin es jedenfalls", machte Schäfer nach dem Spiel klar und sprach den Fans des Teams via Twitter seinen Dank aus:

Es war der erste Finaleinzug eines Teams aus der Karibik beim Gold Cup. "Nur die Qualifikation für die Fußball-WM 1998 kann mit diesem Moment in der jamaikanischen Fußballgeschichte konkurrieren", umschrieb die Zeitung "Jamaica Observer" die Bedeutung für den 76. der FIFA-Weltrangliste.

Mexikos Finaleinzug war nach viel diskutierten Elfmeterentscheidungen in den Schlussminuten von Viertel- und Halbfinale umstritten, im Finale wurden das Team von Miguel Herrera seiner Favoritenrolle allerdings gerecht.

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