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OP-Termin sorgt für die nächste Verzögerung

Im Prozess um Hannes Kartnig und sieben Mitbeschuldigte aus dem Umfeld von Sturm Graz hat es am Dienstag eine weitere Verzögerung gegeben.

Die Befragung von Bundesliga-Vorstand Georg Pangl konnte nicht wie geplant stattfinden, da dieser am Mittwoch operiert werden soll.

Zu Ende gehen soll der Prozess nun Mitte Dezember.

Ticket-Verkauf im Blickfeld

Der Vorwurf des Betrugs mit Tickets - nicht erfolgte Abgaben an Bundesliga und Landesverband - könnte vorerst vom Tisch sein, weil erst 2010 von der Bundesliga die Zahlungen aus Kartenerlösen in einer Satzung verpflichtend geworden sein sollen. Diesbezüglich hätte Pangl befragt werden sollen.

Am Mittwoch soll ein weiterer Zeuge und der Ersteller des Gutachtens, der Wirtschaftsprüfer Fritz Kleiner, noch einmal befragt werden.

Die ursprünglich für Donnerstag und Freitag angesetzten Termine finden nicht statt. Weiter geht es am 13., 14. und 16. Dezember mit den Plädoyers, an letzterem Tag soll es dann auch die Beratung des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richter Karl Buchgraber sowie das Urteil geben.

Prozess läuft seit März

Kartnig, dem ehemaligen Präsidenten des SK Sturm wird schwerer Betrug, betrügerische Krida, grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen sowie Steuerhinterziehung vorgeworfen.

Unter den bisher befragten Zeugen waren zahlreiche ehemalige Spielergrößen wie Ivica Vastic, Roman Mählich, Hannes Reinmayr, Gilbert Prilasnig oder auch der derzeitige Trainer Franco Foda.

Zuletzt war es in dem seit März laufenden Prozess auch zu Verzögerungen gekommen, weil die Kartnig-Anwälte Michael Pacher und Richard Soyer verlangten, dass Staatsanwalt Johannes Winklhofer wegen Befangenheit ausgetauscht werden solle.

Der Antrag wurde vom Leiter der Staatsanwaltschaft, Thomas Mühlbacher, abgelehnt.

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