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Brisantes Duell USA gegen Kuba im Gold Cup

Wenn die USA und Kuba gegeneinander Fußball spielen, ist das kein Spiel wie jedes andere.

Auch diesmal nicht, wenn sich die seit mehr als einem halben Jahrhundert verfeindeten Nationen am Samstag beim Gold Cup, der Kontinentalmeisterschaft des CONCACAF-Verbandes, gegenüberstehen.

Nachdem Fidel Castro im Anschluss an die Kubanische Revolution 1958 sämtlichen Privatbesitz zum Staatseigentum ernannt und somit auch zahlreiche Amerikaner auf der Karibikinsel enteignet hatte, belegten die USA den kommunistischen Nachbarn mit einem Wirtschafts-und Finanzembargo.

Auch mehr als 50 Jahre später sind US-Bürgern Reisen nach Kuba untersagt, Direktflüge zwischen beiden Ländern gibt es nicht.

US-Team will zweiten Sieg

Für US-Teamchef Jürgen Klinsmann und dessen Wiener Co-Trainer Andreas Herzog spielen diese äußeren Umstände keine Rolle.

Sie wollen nach dem 6:1-Sieg ihres Teams zum Auftakt gegen Belize im zweiten Gruppenspiel den zweiten Erfolg.

Das US-Team gilt als Turnierfavorit, nach zwei Final-Niederlagen 2009 und 2011 soll endlich wieder der Titel her.

20 Spieler sind geflohen

Für die Kubaner indes wäre es quasi schon ein Erfolg, wenn letztlich alle Spieler nach Turnierende wieder die Heimreise antreten würden.

Mehr als 20 Kubaner haben Qualifikationsspiele zu WM und Olympia in den USA und Kanada sowie die Gold Cups 2002, 2005, 2007 und 2009 zum Weg in die Freiheit genutzt.

Während eines Qualifikationsturniers im Frühjahr 2008 in Tampa setzten sich gleich sieben Spieler ab.

Im vergangenen Oktober schlichen sich drei U-20-Nationalspieler aus dem Teamhotel in Toronto, fuhren direkt zur 90 Kilometer entfernten US-Grenze und beantragten dort politisches Asyl.

"Flüchtlinge" nicht nominiert

Das Team von Trainer Walter Benitez setzt sich ausschließlich aus Spielern der heimischen Liga zusammen.

Dabei könnte der Coach auch Leute wie Eviel Cordoves, Maykel Chang, Odisnel Cooper, Maykel Galindo, Yordany Alvarez oder Osvaldo Alonso gut gebrauchen.

Doch die Regierung in Havanna bestand darauf, "Flüchtlinge" zu ignorieren.

Cordoves, Chang, Cooper, Galindo, Alvarez und Alonso hatten sich in den vergangenen Jahren allesamt vom kubanischen Team abgesetzt.

"Kuba kann das nicht bieten"

"Spieler verlassen Kuba, weil sie etwas aus ihrem Leben machen wollen", sagte Galindo.

Er nutzte den Gold Cup 2005 in Seattle zur Flucht und spielte anschließend in der Major League Soccer (MLS).

"Die Leute wollen sich ihren Traum vom Profifußball erfüllen", ergänzte Galindo "sie wissen, dass ihnen Kuba das nicht bieten kann."

Talent fehlt "verletzungsbedingt"

Womöglich aus diesem Grund ist auch der beste Spieler der Kubaner gar nicht im Team.

Mittelfeldspieler Marcel Hernandez wurde nicht nominiert, offiziell wegen Knieproblemen.

US-Medien indes spekulieren, dass dem kubanischen Verband die Gefahr zu groß erschien, ein weiteres Talent während einer Turnier-Reise in Amerika zu verlieren.

Zumal Hernandez bereits den Wunsch geäußert hatte, gerne in den USA leben zu wollen.

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