Blatter schließt Rücktritt aus

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Joseph Blatter hat einen Rücktritt als Präsident des Internationalen Fußball-Verbandes (FIFA) dezidiert ausgeschlossen.

"Ich bin gewählt worden und wurde beauftragt, die FIFA wieder in Ordnung zu bringen. Ich habe überhaupt nicht die Absicht zurückzutreten", lautete die Antwort des 75-jährigen Schweizers am Freitag bei einer Pressekonferenz in Zürich auf eine entsprechende Frage eines britischen Reporters.

Zweijähriger Reformplan

Für seine mit Spannung erwartete Reform des durch Korruption geschädigten Fußball-Weltverbandes kündigte Blatter einen Zwei-Jahres-Plan an. Dabei baut er auch auf die Hilfe eines sogenannten Good Governance Komitees, in dem externe Experten wie Juristen, Sponsoren oder Politiker vertreten sein werden.

"Die FIFA hat die Kurve gekriegt, aber jetzt geht die Arbeit los", sagte Sylvia Schenk, Vorstandsmitglied von Transparency International. Vier weitere Arbeitsgruppen werden geschaffen, die die FIFA aus der schlimmsten Krise ihrer 107-jährigen Geschichte führen sollen.

Den Vorsitz des Gremiums zur Überprüfung der Statuten übernimmt DFB-Präsident Theo Zwanziger. Als weitere Konsequenz aus den Skandalen der Vergangenheit wird das Ethikkomitee umgebaut. In Zukunft wird es zwei getrennte Kammern geben: Anklage und Gericht.

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