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Der weltweit erste "intelligente Fußballschuh"

Wien – Ein Chip, nicht größer als eine Fingerkuppe, steht kurz davor den Fußballmarkt zu revolutionieren.

In Kombination mit dem neuen „adidas F50 adizero miCoach“ gehen die Entwickler neue Wege.

Schließlich handelt es sich um den weltweit ersten „intelligenten Fußballschuh“ – den „Schuh mit Gehirn“.

Messi, Alaba und Co. haben bereits Gefallen an der neuen Technologie gefunden, die Vision zielt aber darauf ab, auch Freizeitsportlern die Möglichkeit zu geben, ihre Leistungen auf dem Spielfeld zu erfassen.

„Speed-Cell“-Chip misst 360 Grad Bewegung

„Die Bekanntesten, die dieses Speed-Cell-System spielen, sind sicher Dani Alves, Lionel Messi, Thomas Müller, Arjen Robben, Bastian Schweinsteiger oder David Alaba. Bisher haben 15 Spieler ihre Daten abgeben, damit sich der Hobbyspieler mit ihnen vergleichen kann“, so Hohaus weiter.

International ist der Schuh bereits seit einigen Wochen im Einsatz, in Österreich wurde das neue Messinstrument erstmals im Bundesliga-Spiel zwischen dem SK Rapid Wien und RB Salzburg getestet.

Die Auswertungen der beiden „Versuchskaninchen“ lassen durchaus interessante Rückschlüsse zu.

Drazan und Wallner im ersten Österreich-Duell

Gegenübergestellt wurden Rapid-Flankenspieler Christopher Drazan und Salzburg-Stürmer Roman Wallner.

Während Wallner mehr Distanz zurücklegte und deutlich öfter Sprints startete, nützte Drazan seine Schnelligkeit, wenn er einmal loslegte.

Obwohl es bereits in der Vergangenheit im Ansatz ähnliche Messmethoden gab, war die Handhabung noch nie so einfach.

Die ermittelten Daten können leicht ausgewertet werden. Mittels verschiedenen Anschlüssen ist die drahtlose Übertragung auf iPhone, Tablet-PC, PC oder MAC möglich.

Hobbysportler vergleichen sich mit Messi

Der neue grell gestaltete Fußballschuh hat mit dem Material vergangener Tage nur mehr wenig zu tun. Vergessen sind die rein schwarzen Modelle aus Leder.

Der „adidas F50 adizero“ mit „miCoach-Technologie“ wiegt gerade einmal 165 Gramm und wird sowohl in einer Synthetik-, als auch in einer Ledervariante produziert.

Das Gehirn, der sogenannte „Speed-Cell“-Chip, wird in die Zwischensohle eingelegt und schon ist die Aktivität des Sportlers messbar.

„Die 360 Grad Bewegung, die maximale Geschwindigkeit, die verschiedenen Geschwindigkeitszonen, die Dauer – aktive und inaktive Zeit - und Durchschnittsgeschwindigkeit werden aufgezeichnet. Das sind die wichtigsten Parameter“, fasst Götz Hohaus aus dem Bereich Technical Product Marketing bei Adidas zusammen.

Europas Elite vertraut auf „intelligenten Schuh“

Derzeit ist erst ein kleiner Teil der Weltklassespieler mit dem neuen System ausgestattet.

„Unter Profisportlern ist es schon seit Jahren üblich, Daten zu sammeln und auszuwerten, um so die Leistung des Athleten weiter steigern zu können. Adidas bietet dieses Service nun auch allen Konsumenten an“, wird Simon Drabble, Director of Interactive Technology zitiert.

Eine Archivierung aller im Spiel aufgezeichneten Messungen (bis zu 7 Stunden) ermöglicht es jedem Profi- wie auch Freizeitsportler, seine Trainingseinheiten genau zu analysieren und zu vergleichen – mit Freunden, Teamkollegen oder anderen Interessierten.

Sharing via Facebook sowie eigene Ranglisten dienen dem gegenseitigen Ansporn – wer ist schneller, wer läuft mehr, wer bewegt sich wie im Raum?

„Der intelligente Schuh“ macht es möglich. Denn welcher ehrgeizige Fußballer will nicht wissen, wie er im Vergleich mit Barcelona-Star Lionel Messi abschneidet?

Der Technologie im Fußballbereich sind in den kommenden Jahren scheinbar keine Grenzen gesetzt.

 

Alexander Karper

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