GAK: Ein erster Schritt zurück

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Der GAK hat am Freitag nach dem tiefen Fall vor fünf Jahren einen ersten Schritt zurückgemacht.

Mit dem 3:0-Erfolg über den ersten Verfolger Villacher SV holte sich der steirische Traditionsclub in der Regionalliga Mitte bereits fünf Runden vor Schluss überlegen den Meistertitel.

Acht Jahre nach dem bisher einzigen Bundesligatitel (2004), damals unter Trainer Walter Schachner, ist man aber von übertriebenem Optimismus weit entfernt.

Wer wird der Gegner?

Um zumindest einmal in die zweithöchste Liga zurückzukehren, muss am 5. und 8. Juni die Relegation überstanden werden.

Die Grazer Athletiker bekommen es in der Relegation mit dem Neunten der Erste Liga zu tun.

Mögliche Gegner sind die nach Punkten gleichaufliegenden Teams FC Lustenau und Vienna.

Eventuell könnte auch noch der als Absteiger feststehende TSV Hartberg in die Relegation rutschen, sollte dem LASK auch in den weiteren Instanzen die Lizenz verweigert werden.

"Es gibt für uns keinen Wunschgegner. Beim Cup-Spiel Hartberg gegen Red Bull Salzburg hat man gesehen, dass solche Matches nicht mit Meisterschaftsspielen verglichen werden können", erklärte GAK-Präsident Benedikt Bittmann und ergänzte vorsichtig, "in der Relegation ist jeder Gegner doppelt motiviert. Wir unterschätzen niemanden."

2004 noch österreichischer Meister, 2007 Konkurs und Abstieg in die dritthöchste Liga.

Fans stehen hinter Verein

Die Anhängerschaft hat dem 1902 gegründeten Verein trotz all der Höhen und Tiefen die Treue gehalten.

Davon zeugten nicht nur 4.505 Fans am Freitag, die ihrer Mannschaft schon vor dem Schlusspfiff Standing Ovations gaben.

Nach zwei Vize-Meistertiteln in der Regionalliga in Folge haben die Grazer nun ihre Chance, wieder in Richtung Profi-Fußball zu marschieren. Die Anhänger hätten es sich wohl verdient, wie eine Statistik des vergangenen Jahres zeigt.

"Gemessen am Zuschauerschnitt ist der GAK der zweiterfolgreichste Sportklub in der Steiermark. Mit durchschnittlich 3.577 Zuschauern sind wir der acht-erfolgreichste Fußballverein Österreichs", weiß Bittmann.

Richtig wertvoll wird dieser erste Titel in dieser Klasse im fünften Anlauf aber erst, wenn auch die Relegation gemeistert wird.

Zumindest wirtschaftlich scheint der Verein wieder auf gesunden Beinen zu stehen. Bittmann dazu: "Wir haben die Auflagen der Bundesliga erfüllt und die Lizenz für die Erste Liga erhalten. Auch unser Umfeld ist bundesligatauglich: Jugendmannschaften, ein Trainingszentrum, mit der UPC-Arena ein Bundesligastadion und auch überdurchschnittlich viele und treue Fans geben in Summe ein rundes Bild ab."

Fixe Budgetplanung

Der Präsident spricht von einer "fixen Budgetplanung" und verspricht: "Auch im Falle eines Aufstiegs werden wir keine sogenannten Routiniers oder überteuerten Spieler kaufen. Unsere junge Mannschaft bringt viel Potenzial mit, das noch entwickelt werden kann."

Einen Abgang wird man beim GAK aber in jedem Fall verkraften müssen: Verteidiger Christian Schilling wechselt mit Saisonende zum Bundesligisten FC Wacker Innsbruck.

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