Die Sensation ist das Ziel

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Die Sensation ist das Ziel

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Das Ziel ist die Sensation. Alles andere könnte nämlich zu wenig sein.

Sollte die U21-Auswahl des ÖFB das Auswärtsspiel gegen Spanien (Di., 19 Uhr) gewinnen, wäre sie in den EM-Quali-Playoffs.

Ein Punkt würde nicht mehr reichen, da an diversen Nebenschauplätzen die richtigen Ergebnisse nicht zustande kamen. Für Teamchef Werner Gregoritsch macht das keinen Unterschied: „Wir hätten ohnehin nicht spekuliert, sondern auf Sieg gespielt.“

„Wir müssen furchtlos sein“

Sieben Spiele, sieben Siege, 23:5 Tore – das spanische Team, bei dem mittlerweile Albert Celades als Trainer agiert, hat bislang eine astreine Qualifikation hingelegt. „Das ist wahrscheinlich momentan die beste Mannschaft auf U21-Level“, ist Kevin Stöger bewusst.

Vor Ehrfurcht erstarren wollen die Österreicher in Puertollano aber trotzdem nicht. „Es ist ein Rasenplatz, es sind zwei Tore und das sind genauso Fußballer und Menschen wie wir“, gibt Gregoritsch seine Version von „die kochen auch nur mit Wasser“ zum Besten.

Der Trainer weiter: „Wir müssen furchtlos sein. Im Prinzip können wir dort nur gewinnen. Wir werden uns sicher nicht verstecken und uns nur hinten reinstellen, das ist klar.“

Die Hoffnung auf das „zu Null“

Seine Spieler gehen indes eher davon aus, dass die Iberer das Geschehen diktieren werden. „Sie sind eine sehr spielstarke Mannschaft, wir werden uns wohl eher zurückziehen, die Zweikämpfe annehmen und den einen oder anderen Konter fahren“, meint Kapitän Patrick Farkas.

Stöger: „Wir dürfen gegen Spanien nicht drauf los rennen, sondern müssen versuchen sicher zu stehen und kein frühes Gegentor zu bekommen. Dann schauen wir, was dabei raus kommt.“

Dass die Sensation nur über eine starke Defensiv-Leistung zu schaffen ist, liegt auf der Hand. Gregoritsch habe „die Hoffnung, dass wir zu Null spielen können“, wisse aber auch dass „das ganz schwierig wird“.

In diesem Zusammenhang erinnert der 56-Jährige nur zu gerne an die bisherigen Auftritte seiner Schützlinge in der Fremde. In der Ukraine, den Niederlanden, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Ungarn und Tschechien wurde jeweils gewonnen und kein einziger Gegentreffer kassiert.

Das Niederlande-Spiel als Motivation

Vor allem das Spiel in den Niederlanden sei gut für das Selbstvertrauen gewesen: „Wir haben in Holland 3:0 gewonnen. Das ist eine große Motivation. Die Spieler wissen, dass sie auswärts eine Top-Mannschaft auch schon geschlagen haben.“

Farkas hofft: „Vielleicht können wir unsere Auswärtsstärke ja beibehalten.“ Düsseldorf-Legionär Christian Gartner gibt die Marschroute vor: „Wir müssen einfach alles geben, was wir haben. Wir müssen mit Leidenschaft agieren. Wir müssen marschieren, bis der Schiedsrichter abpfeift.“

Änderungen möglich

Im Vergleich zum 2:0-Heimsieg gegen Bosnien-Herzegowina am vergangenen Freitag in St. Pölten könnte sich die Startelf ein wenig verändern. Florian Kainz und Michael Gregoritsch stehen nach ihren Sperren wieder zur Verfügung.

„Kainz ist sicher eine Option auf der Seite und Gregoritsch ist in unserer Truppe der stärkste Kopfballspieler“, so der Teamchef. Noch unklar ist, ob die beiden Rapidler Mario Pavelic (Hüftprellung) und Maximilian Hofmann (Fußprellung) rechtzeitig fit werden.

Wer auch immer letztlich gegen Spanien auf dem Platz stehen wird, muss über sich hinauswachsen, um den Traum von der EM 2015 in Tschechien am Leben zu halten.

„Das wäre eine außergewöhnliche Sensation, dazu brauchen wir eine unglaubliche Leistung. Wir geben sicher nicht auf“, so Gregoritsch.

Harald Prantl/Jakob Faber

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