Lob gab es für die Leistung der Hausherren auch von Julen Lopetegui, dem Erfolgstrainer Spaniens: „Österreich war gut vorbereitet und wusste genau, wo wir verwundbar sind. In der zweiten Hälfte haben sie uns gut unter Druck gesetzt und hätten sich angesichts der Chancen mindestens ein Tor mehr verdient.“

Spanien erst am Anfang

Der 46-Jährige fand in der fehlenden Spielpraxis seiner Hinterleute – Jordi Amat und Marc Muniesa kamen für ihre beiden neuen Klubs noch in keinem Ligaspiel zum Einsatz – einen Grund, in der fehlenden Abstimmung unter den Teamkickern den anderen:

„Es ist das erste Mal, dass die Mannschaft in dieser Form zusammenspielt. Wir sind erst seit drei Tagen beisammen. Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, bin ich sehr zufrieden.“

Auch Joker Jese attestierte, dass es „mit den neuen Spielern noch einiges zu verbessern“ gebe. „Alles kann nicht gleich perfekt ablaufen. Aber ich bevorzuge, den Bewerb so zu beginnen, und sich dann langsam zu steigern.“

Was angesichts des Ergebnisses von 6:2 wie eine Drohung wirkt, kann den Österreichern egal sein, schließlich ist Spanien nicht der Gegner, mit dem man um die EM-Tickets streitet.

„La Rojita“ kein Maßstab

„Wir haben gewusst, dass Spanien das Team sein wird, das im Normalfall den ersten Platz in der Gruppe hat“, so Kapitän Holzhauser. „Unser Ziel ist der zweite Platz. Wir haben jetzt ein Spiel verloren, und gegen Spanien kann man verlieren.“

„Wir brauchen nicht darüber reden, dass sie individuell besser sind“, betonte Spendlhofer, „aber man hat zeitweise gesehen, dass wir dagegenhalten können und das auch taktisch einigermaßen im Griff haben.“

Die Taktik wurde von Gregoritsch bewusst offensiv belassen, weil es nicht die Art des Teams sei, sich hinten hineinzustellen. Ein Wagnis, das sich allein vom Ergebnis betrachtet als gescheitert erachten ließe, welches aber positive Qualitäten offenbarte.

Blick nach Bosnien

„Die Mannschaft hat gute Aktionen gezeigt und Torchancen gegen Spanien herausgespielt. Darauf müssen wir aufbauen und einfach versuchen, die Fehler, die wir gemacht haben, abzustellen“, blickte der langjährige Kapfenberg-Trainer bereits wieder nach vorne.

Vorne heißt in diesem Sinn Montag, 17 Uhr, wo mit dem Auswärtsspiel gegen Bosnien-Herzegowina bereits die nächste harte Aufgabe wartet.

Dort gilt es laut Gregoritsch, „alle Kräfte zu bündeln, um die Chancen, die sich ergeben, auch in Tore ummünzen.“

Am besten von der ersten Minute an.

 

Jakob Faber/Christian Eberle

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