Bewerbung um U21-EM geht in entscheidende Phase

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Die Bewerbung des ÖFB um die Ausrichtung der Fußball-U21-EM 2015 geht in die heiße Phase.

Am Freitag berät die UEFA-Kommission für Nationalmannschaften über die vorliegenden Bewerbungen und prüft, ob Österreich so wie die weiteren Kandidaten Ungarn, Wales, Griechenland, Aserbaidschan, Portugal, Russland und Tschechien die Kriterien für eine Austragung des Turniers erfüllen.

Am 20./21. März trifft das Exekutivkomitee des europäischen Verbandes im Rahmen des XXXVI. Ordentlichen UEFA-Kongresses in Istanbul die endgültige Entscheidung.

160 Seiten starkes Dossier

Österreich gab rechtzeitig vor der Deadline am 3. Februar ein 160 Seiten starkes Dossier bei der UEFA ab.

Erstellt wurde es unter der Führung von Wolfgang Gramann, der im Dezember als Projektleiter für die Bewerbung zum ÖFB zurückkehrte.

Der ehemalige Generalsekretär schätzt neben den großen Unbekannten Russland und Aserbaidschan vor allem Wales und Tschechien als härteste Konkurrenten ein. "Weil sie zum wiederholten Mal kandidieren."

Gramann hält aber auch Österreich für einen seriösen Anwärter auf die Austragung des Turniers. "Ich denke, wir haben eine gute Chance, auch wenn man nie weiß, nach welchen Kriterien die Entscheidung getroffen wird. Wir haben unsere Hausaufgaben auf jeden Fall gemacht."

ÖFB setzt auf gutes Image und Infrastruktur

Als Vorteile für Österreich nannte der Projektleiter, der schon bei der erfolgreichen EURO-2008-Bewerbung federführend mitwirkte, unter anderem das gute Image aufgrund des reibungslosen Ablaufs der Heim-EM und die bestehende Infrastruktur.

Weitere Pluspunkte seien die im Dossier festgehaltenen schriftlichen Unterstützungserklärungen von Bundespräsident Heinz Fischer, Bundeskanzler Werner Faymann, von den zuständigen Ministern Norbert Darabos (Sport), Maria Fekter (Finanzen), Doris Bures (Verkehr) und Johanna Mikl-Leitner (Innenministerium) sowie von den Landeshauptleuten und Bürgermeistern jener Städte, in denen die U21-EM über die Bühne gehen soll.

Laut Bewerbung würde das Eröffnungsspiel im neuen, 8.000 Zuschauer fassenden St. Pöltener Stadion steigen, das im Sommer eröffnet wird. Als Finalschauplatz ist das Wiener Happel-Stadion vorgesehen.

Weitere Spielorte wären Linz (Stadion muss noch renoviert werden), Salzburg und Innsbruck, als mögliche Ausweichschauplätze wurden Graz und Klagenfurt angegeben. Das UEFA-Hauptquartier und die Schiedsrichter sollen in Wien stationiert sein.

Österreich war noch nie bei U21-EM

Im Falle eines Zuschlags wäre Österreich nicht nur zum ersten Mal für eine U21-EM qualifiziert (die Teilnahme an der EM 2013 ist praktisch außer Reichweite), sondern könnte sich auch auf ein prestigeträchtiges und einträgliches Turnier freuen.

Nach den Angaben von Gramann brachte es die U21-EM 2011 in Dänemark auf 2.400 Stunden TV-Berichterstattung und 100 Millionen Euro Werbewert.

Nicht zuletzt aufgrund dieser Zahlen wünscht sich ÖFB-Präsident Leo Windtner eine erfolgreiche Bewerbung. "Wir sind zwar mit sehr starker Konkurrenz konfrontiert, aber unser Dossier ist exzellent und professionell gestaltet. Es hat absolut positive Reaktionen von der UEFA gegeben", sagte der Oberösterreicher, der nun auf eine faire Abstimmung in Istanbul hofft.

"Wir sind durch unsere perfekte Gastgeberrolle bei der EURO 2008 bekannt, es kommt aber auch darauf an, ob nicht andere Motive eine Rolle spielen. Ich vertraue darauf, dass die Vergabe nach den objektiv besten Kriterien erfolgt."

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