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Großes Lob für unglückliche Verlierer

Mit anhaltendem Applaus haben die 3.500 Fans am Donnerstagabend am Innsbrucker Tivoli die österreichische U21-Fußball-Nationalmannschaft trotz der 0:1-Niederlage im EM-Qualifikationsspiel für die Finalrunde 2013 in Israel gegen die Niederlande verabschiedet.

Mit einer beachtlichen Vorstellung eroberte die Truppe von Andreas Herzog die Herzen der Fans.

Der Blick bei den Spielern und beim Trainer ist nun auf das nächste Spiel am Montag im St. Mirren-Park in Paisley gegen Schottland gerichtet.

Verkehrte Welt in Innsbruck

13:2 Torschüsse und 10:5 Ecken für die Österreicher sprachen eine klare Sprache, doch das Tor war für die Österreicher wie vernagelt, auch beim vergebenen Elfmeter durch Stuttgart-Legionär Raphael Holzhauser.

Da machte es Austria Wien-Stürmer Nacer Barazite, der von etlichen ausländischen Scouts beobachtet wurde, mit einem herrlichen Schlenzer ins Kreuzeck nach sieben Minuten schon besser.

Sein Vereinskollege Heinz Lindner im österreichischen Tor war machtlos.

"Selten so ein Tempo gesehen"

"Es macht mich stolz, wie wir gespielt haben. Ich hätte nicht gedacht, dass wir die Niederländer derart dominieren", sagte Herzog.

"So ein Tempo hat man von einer österreichischen Mannschaft selten gesehen. Ich hätte nicht gedacht, dass sie dieses in der zweiten Hälfte durchhält", fügte der Ex-Rapidler hinzu.

Einziges Manko sei die mangelnde Chancenauswertung gewesen. Im Finish drückte die ÖFB-Truppe noch einmal vehement auf den Ausgleich, bei einem Konter verhinderte Lindner mit einer Glanzparade das 0:2.

"Er ist für mich der beste Torhüter Österreichs", lobte Herzog den Austria-Goalie.

Sieg gegen Schottland Pflicht

Christopher Drazan, der von Herzog ein Extralob bekam, sagte, dass die Enttäuschung mit null Punkten natürlich groß sei, "weil wir richtig gut gespielt haben. Auf dieser Leistung müssen wir nun gegen Schottland aufbauen."

Auch Herzog blickte schon nach Schottland, wohin das ÖFB-Team am Samstag fliegt.

"Wichtig wird jetzt sein, die Spieler wieder frisch zu bekommen. Dann können wir gegen die Schotten bestehen. Wir brauchen einen Sieg", meinte der U21-Teamtrainer.

Den gab es im Auftaktspiel der Qualifikation mit einem 4:1 in Luxemburg.

Lob auch vom Gegner

Großes Lob für die Österreicher kam auch vom niederländischen U21-Teamchef.

"Normalerweise spielen wir einen attraktiven Fußball. Heute waren es hingegen die Österreicher. Aber was zählt ist halt, dass wir jetzt neun Punkte aus drei Spielen haben. Das ist wichtig", sagte Cor Pot.

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