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Marco Djuricin fällt für U20-WM in Kolumbien aus

Österreichs U20-Auswahl muss bei der WM in Kolumbien auf Marco Djuricin verzichten.

Die Probleme des Stürmers von Hertha BSC im rechten Oberschenkel stellten sich nach einer genaueren Untersuchung am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) in einem Spital in Cartagena als Muskelfaserriss heraus.

Der 18-Jährige Wiener, der vor einem Jahr mit seinem Elfertor zum 1:0 bei der U19-EM gegen die Niederlande das WM-Ticket fixierte, ist für zumindest drei Wochen außer Gefecht und tritt in den kommenden Tagen die Heimreise an.

Mitrovic steht bereit

Teamchef Andreas Heraf will nun den kürzlich vom niederländischen Zweitligisten FC Emmen zum Eredivisie-Club FC Utrecht gewechselten Radovan Mitrovic nachnominieren, vorerst gab es allerdings nur eine telefonische, keine offizielle Zustimmung der FIFA.

Ein Spieler darf nämlich nur dann ersetzt werden, wenn der Weltverband bis 24 Stunden vor dem ersten Match der Mannschaft des betreffenden Kickers einen detaillierten schriftlichen ärztlichen Untersuchungsbericht erhält und die Medizinische Kommission der FIFA in einem Attest schriftlich bestätigt, dass der Spieler aufgrund dieser Verletzung nicht am Turnier teilnehmen kann.

Die endgültige Entscheidung trifft dann das FIFA-Organisationskomitee.

Für die ÖFB-U20-Truppe bedeutete der definitive Ausfall Djuricins wenige Stunden vor dem ersten Auftritt gegen Panama, das im Gedenken an den am Montag verstorbenen steirischen Verbandspräsidenten Gerhard Kapl mit einer Schweigeminute beginnt, einen weiteren schweren Schlag.

Heraf gibt sich kämpferisch

Spieler wie David Alaba, Aleksandar Dragovic oder Raphael Holzhauser erhielten von ihren Clubs für Kolumbien keine Freigabe, außerdem hatten viele Kadermitglieder seit der Ankunft in Cartagena vor einer Woche mit kleineren Blessuren und vor allem mit Magen-Darm-Problemen zu kämpfen.

Heraf gab sich trotz der Hiobsbotschaft kämpferisch.

"Es ist für uns und natürlich auch Marko persönlich sehr schade, dass er nicht einsatzfähig ist. Er hat gemeinsam mit unserer medizinischen Abteilung alles versucht, um doch noch fit zu werden, leider ist die Verletzung aber schlimmer geworden", schilderte der Teamchef.

"Mit Ausfällen muss man leider als Trainer und Mannschaft leben, ich bin aber überzeugt, dass wir trotz seiner Verletzung immer noch genug Offensiv-Power auf den Platz bringen werden", betonte der 43-jährige Wiener.

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